LTE-Netz

Vodafone: Lange Genehmigungsverfahren bremsen Netzausbau

In Deutschland könnte der LTE-Netzausbau laut Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter deutlich schneller erfolgen, wenn die Genehmigungen nicht so lange dauern würden. Dennoch laufe der LTE-Ausbau von Vodafone erfolgreich.

Vodafone Mobilfunkmast© Vodafone GmbH

Düsseldorf - Der Ausbau des LTE-Netzes von Vodafone Deutschland (Handytarife von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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kommt weiter voran. Der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber habe seit Jahresbeginn rund 1.500 LTE-Bauprojekte realisiert. Bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres im März 2020 sollen 3.800 weitere LTE-Projekte folgen und eine Fläche von mehr als 20.000 Quadratkilometer abdecken. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte sei im vergangenen Geschäftsjahr LTE für weitere 1,6 Millionen Menschen in Deutschland bereitgestellt worden.

Vodafone-Kunden verbringen mehr Zeit im LTE-Netz

Durchschnittlich 89 Prozent der gesamten Tageszeit würden Kunden inzwischen im LTE-Netz verbringen - das seien zwei Stunden mehr als vor einem Jahr. Durch die Schließung von Funklöchern und die Erhöhung der LTE-Kapazitäten würden auch die Surf-Geschwindigkeiten gesteigert.

Andere Länder ermöglichen schnelleren LTE-Ausbau

"Wir bauen schneller, errichten noch mehr Masten und stopfen LTE-Funklöcher auf dem Land", sagt Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Allerdings äußert er auch Kritik: "Was mich ärgert: Der Netzausbau könnte noch schneller gehen. Überdurchschnittlich lange Genehmigungsverfahren bremsen uns massiv". Dabei gehe es auch anders. "Andere Länder machen es besser: In Österreich können die Netzbetreiber beispielsweise die Flächen öffentlicher Gebäude bundesweit und kostenlos nutzen, um dort Mobilfunk-Antennen zu installieren. In Deutschland muss jeder dieser Standorte neu verhandelt werden. In vielen Fällen können wir diese Flächen gar nicht nutzen. Oder nur zu hohen Preisen", erläutert Ametsreiter.

LTE-Verfügbarkeit für 93,7 Prozent der Bevölkerung

LTE sei heute für 93,7 Prozent der Bevölkerung verfügbar. Gewährleistet werde dies durch bundesweit rund 18.000 LTE-Masten. Innerhalb eines Jahres habe sich deren Zahl um 2.300 erhöht. Die Zahl der Mobilfunkmasten von Vodafone insgesamt in Deutschland liege bei rund 25.000. An ersten Orten lasse sich mobil bereits Gigabit-Speed nutzen, in 90 Städten seien Download-Bandbreiten von bis zu 500 Mbit/s verfügbar. Mobilfunk-Dienstleistungen (2G, 3G und LTE) von Vodafone versorgen heute rund 99,8 Prozent der Bundesbürger. Im Vodafone-Netz würden täglich 78 Millionen Telefonate mobil geführt, mehr als 99,6 Prozent könnten erfolgreich ohne Störungen geführt werden. Im Vergleich zum Vorjahr würden täglich bundesweit 40.000 Telefonate weniger im Vodafone-Netz abbrechen. Entlang von Autobahnen sei LTE an rund 97 Prozent der Fläche verfügbar. Hier würden etwa 10.000 Anrufe weniger abbrechen als noch vor einem Jahr.

Gigabit-Internet für 8,8 Millionen Haushalte verfügbar

Zudem sei Gigabit-Geschwindigkeit per Kabel-Internet inzwischen für 8,8 Millionen Haushalte verfügbar. In den vergangenen acht Monaten hätte Vodafone mehr als doppelt so viele Gigabit-Anschlüsse gebaut, wie alle Glasfaser-Unternehmen in den letzten zehn Jahren zusammen. 70 Prozent der Neukunden würden sich inzwischen für Geschwindigkeiten von 200, 400, 500 oder 1.000 Mbit/s entscheiden.

Jörg Schamberg

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