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Vodafone kritisiert Telekom - VDSL vor Regulierung?

"Wir bewegen uns in einer Tendenz eher rückwärts. Ich fürchte, wir kommen um den Gang zum Regulierer nicht herum, um keine weitere Zeit zu verlieren", sagte Vodafone-Finanzchef Volker Ruloff dem "Focus".

12.07.2009, 16:40 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Es wird gebuddelt und gegraben. An vielen Stellen in Deutschland entsteht neue Infrastruktur für moderne Breitband-Netze. Doch kaum ein Thema wird in diesen Tagen so intensiv diskutiert wie Investitionen in Sachen VDSL. Insbesondere Vodafone hat sich in den zurückliegenden Wochen immer wieder ins Gespräch gebracht. Zuletzt hatte Unternehmens-Chef Fritz Joussen ausdrücklich betont: "Wir wollen investieren." Es scheitere jedoch an den notwendigen Preisen; zum Beispiel für die Mitnutzung von vorhanden Leerrohen, die von der Deutschen Telekom bereits verlegt wurden.
VDSL-Markt vor Regulierung?
In einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" hat nun Vodafone-Finanzvorstand Volker Ruloff den Ruf nach einer VDSL-Regulierung verschärft. Offenbar sind die Verhandlungen zwischen Telekom und Vodafone über eine VDSL-Zusammenarbeit ins Stocken geraten. Obwohl die Telekom einen gegenteiligen Eindruck erwecke, sei eine Einigung über den vorgeschriebenen Zugang zu Leerrohren und Kabelschächten nicht in Sicht.
Einigung bis Mitte Juli?
"Wir bewegen uns in einer Tendenz eher rückwärts. Ich fürchte, wir kommen um den Gang zum Regulierer nicht herum, um keine weitere Zeit zu verlieren", so Ruloff. Der "Focus" will aus Verhandlungskreisen erfahren haben, dass Vodafone der Telekom eine Frist bis Mitte Juli für eine Einigung gesetzt hat.
Voraussichtlich ab September wird Vodafone zwar Vodafone VDSL anbieten, allerdings basiert dies auf einem Vorleistungsprodukt der Telekom. Der Bonner Konzern kassiert dafür von Vodafone je nach Laufzeit zwischen 25,36 Euro und 26,28 Euro im Monat.

(Hayo Lücke)

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