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Vodafone kauft smobil-Anbieter allmobility

Das Düsseldorfer Unternehmen war laut eines Berichts der "FTD" in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Für die rund 450.000 smobil-Kunden ändert sich laut Vodafone aber nichts.

12.11.2007, 11:31 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Nach einer bestätigten Meldung der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX hat der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber Vodafone überraschend den Billiganbieter allmobility übernommen. Das 1994 gegründete Unternehmen war Branchenangaben zufolge in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und vertreibt unter dem Namen Smobil seit April 2006 Mobilfunkverträge in den bundesweit rund 11.000 Filialen der Handelskette Schlecker.
Keine Veränderungen
Für die rund 450.000 smobil-Kunden soll sich aber nach dpa-Informationen nichts ändern. Auch die Zusammenarbeit mit dem Discounter Schlecker soll nach dem Kauf weitergeführt werden. Zusammen mit den Mobilfunkdiscountern simyo, blau und simply gehört smobil zu den umsatzstärksten Billiganbietern. Laut "Financial Times Deutschland" soll der erwartete Umsatz Ende Mai diesen Jahres bei rund 70 Millionen Euro gelegen haben. Das wären, so heißt es weiter, 30 Millionen Euro mehr als bei Marktführer simyo. Warum es nun zu finanziellen Problemen bei allmobility kam, ist unklar. Eine Stellungsnahme gab es trotz Anfrage von onlinekosten.de nicht. Man wisse im Moment nicht mehr als durch die dpa-Meldung kommuniziert werde, hieß es lapidar in der Pressestelle.
Weiterverkauf wahrscheinlich
Nach dpa-Informationen will Vodafone allmobility aber nicht behalten, da dies nicht in die Strategie des Netzbetreibers passe. Eine Möglichkeit sei, dass der Billiganbieter mit der Firma Moconta, einem Gemeinschaftsunternehmen von Vodafone und Bertelsmann, verschmolzen werde. Moconta vertreibt unter anderem die Mobilfunkmarken BILDmobil und TOGGO Mobile.

(Michael Friedrichs)

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