Reparaturen nach der Flut

Vodafone: Festnetz und Mobilfunk in Hochwassergebieten fast überall nutzbar

Von massiven Zerstörungen durch die Flut betroffen waren auch Mobilfunkbasisstationen und Festnetz-Infrastruktur von Vodafone. Inzwischen sei der Großteil der Schäden behoben, fast alle Kunden können wieder Mobilfunk und Festnetz nutzen.

Jörg Schamberg, 29.07.2021, 13:00 Uhr
HochwasserDas Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat auch TK-Infrastruktur zerstört.© marog-pixcells / Fotolia.com

Das verheerende Hochwasser vor 14 Tagen in einigen Gebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte für große Schäden gesorgt. Auch das Fest- und Mobilfunknetz war betroffen. Der Mobilfunk- und Kabelnetzbetreiber Vodafone (Angebote von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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gab am Donnerstag bekannt, dass mehr als 99 Prozent aller Betroffenen nun zumindest wieder mit einem Mobilfunk-Basisempfang versorgt werden können. Zudem seien mehrere hundert Nodes und Verstärkerpunkte im Festnetz repariert worden.

250 von 1.100 Mobilfunkstationen ausgefallen

Die Vodafone-Techniker würden nun seit zwei Wochen rund um die Uhr arbeiten. 250 von 1.100 Mobilfunkstationen seien trotz aller Schutzmaßnahmen als Folge des Hochwassers ausgefallen. Noch in der Katastrophen-Nacht hätten Vodafone-Techniker damit begonnen, funktionierende Stationen neu zu justieren, um deren Reichweite zu erhöhen. Sie funkten damit auch in Gebiete, deren Stationen vom Hochwasser zerstört waren.

Damit die 250 betroffenen Standorte wieder nutzbar gemacht werden konnten, musste zunächst vielerorts die Stromanbindung wiederhergestellt und defekte Netzelemente ersetzt werden. Man sei zudem auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen gewesen, die Wasser in Standorten abpumpte, sowie auf THW und Bundeswehr, die den Weg freiräumten. Aktuell seien noch 14 der 1.100 Mobilfunkstationen in den betroffenen Gebieten nicht aktiv.

Einsatz von mobilen Basisstationen und Instant Networks

Vodafone hatte auch zehn mobile Basisstationen auf Spezialtransportern ins Krisengebiet gebracht und dort aufgebaut. Diese unterstützen etwa die Lagezentren der Hilfskräfte vor Ort. Normalerweise benötige der Aufbau und die Inbetriebnahme der mobilen Basisstationen etwa drei Wochen. Den Vodafone-Experten sei dies innerhalb von 3 bis 4 Tagen gelungen. Weiterhin an drei Orten im Einsatz seien Instant Networks, Mini-Netze über Satellit. Diese Netze halfen in einigen Fällen, Vermisste wieder zu erreichen.

Einige Ortsteile, die vor der Flut kein Netz hatten, seien jetzt dauerhaft aus dem Funkloch geholt werden. Das gilt etwa im Bereich der besonders von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Eifelgemeinde Schuld. Dennoch seien die Vodafone-Netze in einzelnen Gemeinden noch nicht wieder so gut wie vor der Flut. Es gebe Abstriche bei Sprachqualität und Datengeschwindigkeit.

Noch rund 9.000 Kunden ohne Festnetz

Zudem seien inzwischen rund 98 Prozent der Festnetz-Kunden wieder an das DSL- und Kabel-Netz von Vodafone angeschlossen. Etwa 9.000 Kunden sind laut Vodafone derzeit noch ohne Festnetz. Das liege vor allem an defekten oder zerstörten Verteilerpunkten. Zudem seien einige Hausanlagen und Router offline. In den betroffenen Gebieten hat Vodafone auf Basis des Kabelnetzes zehn öffentliche WLAN-Hotspots aufgebaut, etwa in Euskirchen, Stolberg und Eschweiler.

Datenvolumen, kostenlose Smartphones und Powerbanks als Hilfe für Betroffene

Als Soforthilfe hatte Vodafone seinen Kunden im Katastrophengebiet 100 GB Datenvolumen automatisch auf ihre Handys aufgebucht, so dass sie ausreichend surfen und telefonieren können. Mobilfunkkunden, die durch das Hochwasser kein Handy mehr haben , stellt Vodafone zusammen mit dem Hersteller Oppo fast 2.500 kostenlose Smartphones und Feature-Phones sowie SIM-Karten zur Verfügung. Ausgeholfen werde auch mit der Bereitstellung von 6.000 Powerbanks.

Warnsystem: Vodafone bereit zum Einbau von Cell Broadcast in sein Netz

In der Diskussion ist derzeit ein Warnsystem per Cell Broadcast. Vodafone sei dazu bereits in Gesprächen mit den deutschen Behörden. Auch die Telekom hatte sich bereit offen gezeigt für die Nutzung von Cell Broadcast. Vodafone habe solche Warnsysteme bereits in mehreren Ländern wie Italien und Großbritannien in Betrieb. Sollten die Behörden den Auftrag erteile, werde Vodafone die Cell Broadcast-Technologie auch in Deutschland in seinem Netz integrieren. Cell Broadcast ermögliche die gezielte Warnung in den jeweiligen Regionen per Textnachricht auf dem Handy.

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