Funkloch gestopft

Vodafone: Erste LTE-Station funkt auf Behörden-Funkturm

Dank des Mobilfunkpaktes für Bayern werden bislang exklusiv für den Behördenfunk verwendete Funktürme jetzt auch für Mobilfunknetzbetreiber geöffnet. Vodafone konnte an der ersten Pilot-Station ein Funkloch stopfen und bietet dort nun LTE an.

Jörg Schamberg, 27.12.2018, 14:43 Uhr
Vodafone BOS Funkmast© Vodafone GmbH

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erstmals eine LTE-Station auf einem Behörden-Funkturm in Betrieb genommen. Der Funkturm ist eigentlich ausschließlich dem Behördenfunk (BOS), also beispielsweise Polizei, Bundeskriminalamt, THW und Rettungsdiensten, vorbehalten. Die jetzige Öffnung für Vodafone ermögliche die Schließung eines Funklochs im bayerischen Vodafone-Netz. Die Pilot-Station wurde am Donnerstag in Reisbach-Wildprechting angeschaltet.

LTE für 5.000 Einwohner

Dadurch seien 5.000 Einwohner an das mobile Breitbandnetz von Vodafone angeschlossen worden und würden in den beiden Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn mit LTE versorgt. Möglich gemacht habe dies der Mobilfunkpakt für Bayern. Die bayerische Staatsregierung hatte sich im September dazu verpflichtet, staatliche BOS-Digitalfunkmasten für die Nutzung durch die Mobilfunkbetreiber zu öffnen, um weiße Flecken zu schließen. Bis 2020 sollen in Bayern insgesamt 1.000 neue Sendestandorte entstehen, dafür würden unter anderem auch BOS-Standorte freigegeben. Die Investitionskosten für die erste BOSS-Station in Reisbach-Wildprechting von rund 100.000 Euro trage Vodafone aus eigenen Mitteln.

Vodafone: LTE-Versorgung in Bayern für 93 Prozent der besiedelten Fläche

In den besiedelten Gebieten in Bayern komme Vodafone aktuell auf eine Mobilfunk-Versorgung von 99,6 Prozent der Bevölkerung. Mit LTE könne Vodafone über 93 Prozent der besiedelten Fläche in dem Bundesland versorgen. Besonders beim Empfang innerhalb von Gebäuden sowie bei der LTE-Versorgung gebe es aber noch Verbesserungsbedarf. Für die nächste Ausbaustufe seines Mobilfunknetzes ab 2019 habe Vodafone nun weitere Investitionsmittel bereitgestellt. Für jede Stadt und jeden Landkreis gebe es eine Detailplanung. Konkret habe Vodafone in der nächsten Ausbaustufe 390 LTE-Bauvorhaben in seinem bayerischen Mobilfunknetz geplant. Es würden sowohl neue Mobilfunk-Stationen errichtet als auch bestehende Mobilfunkstandorte mit LTE ausgestattet bzw. mit zusätzlichen LTE-Antennen aufgerüstet.

Update vom 28. Dezember, 12:09 Uhr: Telekom hat ebenfalls LTE-Station auf BOS-Funkturm errichtet

Wie die Deutsche Telekom gegenüber unserer Redaktion erklärte, sei Vodafone nicht der einzige Anbieter, der bereits einen Behörden-Funkturm mit einer LTE-Station ausgestattet habe. So habe der Bonner Konzern Mitte Dezember ein Funkloch im Hintersteiner Tal im Oberallgäu in Bayern geschlossen. Dafür habe die Telekom einen BOS-Sendemast des Innenministeriums mit nutzen können. Die Anlage sei um eine Mobilfunkstation für wGSM (Telefonieren und SMS) sowie wLTE (Daten) ergänzt worden. Die neue Mobilfunkstation an der Schwarzenberghütte befinde sich in gut 1.400 Metern Höhe. Die Telekom habe in ganz Bayern inzwischen 30 Standorte von BOS-Mobilfunk identifiziert, die bei der Schließung von Funklöchern helfen könnten.

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