Internet der Dinge

Vodafone: Digitale Sicherheitslösung vereitelt Diebstähle

Rund 160 Diebstähle seien in diesem Sommer durch Vodafones Sicherheitslösung bereits verhindert worden. In immer mehr Autos, E-Bikes und sogar Schiffen ist eine Telematik-Einheit von Vodafone fest verbaut. Bei einem Diebstahl wird per Mobilfunk die Sicherheitszentrale des Mobilfunknetzbetreibers alarmiert. In Italien half das System einen Boots-Dieb zu schnappen.

Vodafone Secure Operation CenterDie Sicherheitszentrale von Vodafone Automotive.© Vodafone GmbH

Düsseldorf – Moderne Technik wie das Internet der Dinge, über das immer mehr Geräte und Fahrzeuge vernetzt sind, macht Dieben zunehmend das Leben schwer. Laut einer Mitteilung von Vodafone Deutschland seien alleine in diesem Sommer durch digitale Sicherheitstechnik fast 160 Diebstähle vereitelt und Schäden in Höhe von über 2,3 Millionen Euro vermieden worden. Der Mobilfunknetzbetreiber bietet Sicherheitslösungen mit Hilfe des Internets der Dinge unter anderem für Schiffe, Autos und E-Bikes an. Besonders spektakulär sei Anfang Juli eine Verfolgungsjagd der Polizei in Catania auf Sizilien verlaufen, die Boots-Dieben auf der Spur war.

Vodafone-Sicherheitszentrale wird bei Diebstahl automatisch alarmiert

Um kurz vor zwei Uhr in der Nacht sei am 5. Juli im Secure Operation Center (SOC) von Vodafone Automotive in Busto Arsizio bei Mailand ein Alarm eingegangen. Im SOC haben rund 20 Sicherheitsexperten rund um die Uhr Autos, Motorräder, E-Bikes und Schiffe im Blick. Die mit Vodafones fest integriertem Alarm- und Ortungssystem ausgestatteten Fahrzeuge funken im Internet der Dinge und melden dem SOC per Mobilfunk, wenn Langfinger sich an ihnen zu schaffen machen. Der digitale Diebstahlschutz funktioniert laut Vodafone in Italien und 51 weiteren Ländern rund um den Globus. Secure Operation Center betreibt der Mobilfunknetzbetreiber nach eigenen Angaben weltweit, darunter auch in Deutschland.

"Mehr als 14 Millionen Fahrzeuge funken weltweit schon heute in unserem Netz. Das schützt vor Unfällen und das schützt vor Diebstahl. Wenn Fahrzeuge im Internet der Dinge sprechen lernen, macht das Langfingern das Leben schwer: Fast 160 vereitelte Diebstähle allein in den vergangenen Wochen dank digitaler Unterstützung", so Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.

Standort der Diebe wird ständig übermittelt

Der Alarm, der im SOC in Italien ausgelöst wurde, sei direkt aus dem Hafen von Catania erfolgt. Ein Dieb hatte sich in der Nacht Zugang zu einem 25.000 Euro teuren Schlauchboot verschafft. Zum Hinausfahren aufs Meer wird die sogenannte DriverCard benötigt, die den Alarm während der Fahrt deaktiviert. Wird das Schiff bewegt, ohne dass die DriverCard in der Nähe ist, werde automatisch ein Notruf abgesetzt.

Die Vodafone-Sicherheitsexperten alarmierten den Bootsbesitzer und die Polizei – es folgte eine über zwei Stunden lange Verfolgungsjagd, die in der Nachbargemeinde endete. Der Dieb hatte keine Chance: Die fest im Schlauchboot verbaute Telematik-Einheit übermittelte der Vodafone-Sicherheitszentrale ständig den aktuellen Standort. Dies half der italienischen Polizei bei der Verfolgungsjagd auf dem offenen Meer.

Vodafones Sicherheitsexperten würden zusammen mit lokalen Polizeikräften immer häufiger auf digitale Jagd nach Dieben gehen. Die Sicherheitslösungen für alle Arten von Fahrzeugen gebe es ab Werk direkt vom Hersteller oder als Nachrüstlösung.

Jörg Schamberg

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