Quartalszahlen

Vodafone Deutschland punktet mit Highspeed: Viele Kabel-Neukunden

Vodafone Deutschland blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Neben dem weiter starken Kabel-Internet war auch der DSL-Umsatz erstmals wieder positiv. Mit drei Millionen neu ausgegeben SIM-Karten rückte Vodafone näher an Telefónica Deutschland heran.

Vodafone© Vodafone GmbH

Düsseldorf – Der britische Vodafone-Konzern hat im Geschäftsjahr 2016/17, das im März 2017 abgeschlossen wurde, einen Verlust in Höhe von rund 6,1 Milliarden Euro erzielt. Ursachen waren Folgen des geplanten Brexit sowie Abschreibungen auf die indische Vodafone-Tochter. Vodafone Deutschland (www.vodafone.de) meldete dagegen am Dienstag das stärkste Wachstum seit sechs Jahren. "Der rote Renner fährt weiter auf der Erfolgsspur – und führt als Wachstumsführer das Feld an", kommentierte Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ammetsreiter die Zahlen für das Deutschland-Geschäft des Mobilfunk- und Festnetzbetreibers.

433.000 neue Festnetzkunden: Kabel-Internet als Treiber

Im gesamten Geschäftsjahr 2016/17 habe Vodafone Deutschland 433.000 neue Festnetzkunden gewonnen. Der Löwenanteil von 320.000 entfällt dabei jedoch auf das Kabelnetz (www.vodafone.de/kabel), im DSL-Bereich kamen 113.000 neue Kunden hinzu. Die Zahl der Festnetzkunden kletterte im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März 2017 um 123.000 auf rund 6,26 Millionen (+ 2,0 Prozent). Im letzten Quartal des Geschäftsjahres stieg die Zahl der Kabelneukunden um 79.000 (+2,4 Prozent) auf rund 3,34 Millionen. Fast die Hälfte der Kabel-Neukunden würde sich inzwischen für Tarife mit Internet-Bandbreiten von 200 Mbit/s oder 400 Mbit/s entscheiden. Ab Sommer sollen für 20 Prozent der Kabelhaushalte sogar Bandbreiten von 500 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Bei DSL- und VDSL-Anschlüssen kam Vodafone Ende März auf rund 2,92 Millionen Kunden – ein Plus von 44.000 (+ 1,5 Prozent) in den ersten drei Monaten des Jahres. Nach Unternehmensangaben war der DSL-Jahresumsatz mit 0,8 Prozent erstmals seit fünf Jahren wieder positiv. Der Service-Umsatz im Kabelgeschäft wuchs um 8,2 Prozent.

212.000 neue Mobilfunk-Vertragskunden

Auch im Mobilfunk-Geschäft kann Vodafone Deutschland ein gutes Kundenwachstum vorweisen. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden legte im Geschäftsjahr um 212.000 auf 16,80 Millionen zu. Im vierten Quartal konnte Vodafone die Zahl der Vertragskunden um 123.000 steigern – und damit das Wachstum im Vergleich zum Vorquartal nach eigenen Angaben verdoppeln. Die Zahl der Prepaid-Nutzer stieg um 174.000. Insgesamt kam Vodafone zum Stichtag Ende März 2017 auf 30,72 Millionen Mobilfunkkunden.

Vodafone hatte von April 2016 bis März 2017 weitere drei Millionen SIM-Karten ausgegeben, insgesamt steigerte der Anbieter die Zahl der SIM-Karten damit auf 44,6 Millionen. Dazu zählten allerdings auch SIM-Karten für das Internet der Dinge. Dennoch nähert sich Vodafone beim Blick auf die Zahl der ausgegebenen SIM-Karten dem Marktführer Telefónica Deutschland. Seit September 2016 bietet Vodafone Mobilfunkkunden in 30 Städten mobiles Internet mit bis zu 375 Mbit/s per LTE. Bis Ende 2017 will der Düsseldorfer Konzern die Bandbreite in rund 28 Städten auf 500 Mbit/s anheben.

Die Service-Umsätze von Vodafone im Festnetzbereich legten um 4,8 Prozent zu, im Mobilfunkbereich gab es eine Zunahme von 0,1 Prozent. Insgesamt erreichten die Düsseldorfer bei den Service-Umsätzen ein Wachstum von 1,9 Prozent.

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Jörg Schamberg

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