Wegen Coronavirus

Vodafone: Datennutzung im Festnetz steigt um bis zu 20 Prozent

Viele Deutsche arbeiten wegen Corona inzwischen im Home Office. Das treibt die Festnetznutzung in die Höhe, die Datennutzung im Mobilfunk sinkt. Vodafone zeigt sich im Zuge der Krise offen zur Herausgabe von Bewegungsdaten an Regierungen.

Jörg Schamberg, 18.03.2020, 15:49 Uhr
Vodafone Deutschland Zentrale© Vodafone Deutschland

Viele Deutsche arbeiten sei einigen Tagen aufgrund der Coronavirus-Krise im Home Office. Das bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Netze der Internetanbieter. Vodafone Deutschland (Angebote von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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lieferte dazu am Mittwoch einige Zahlen. Trotz verstärkter Nutzung würden die Netze stabil bleiben.

Deutsche surfen in der Corona-Krise vermehrt zu Hause

Am Dienstag hätte sich der Trend zur Ausweitung der Tätigkeit im Home Office weiter bemerkbar gemacht. Die Datennutzung im Festnetz sei gegenüber normal um 15 bis 20 Prozent gestiegen. Die Deutschen würden vermehrt zu Hause surfen. Im Mobilfunk nahm die Datennutzung weiter ab. Über ihr Smartphone telefonieren die Vodafone-Kunden dagegen häufiger: Die Sprachnutzung per Mobilfunk sei um 35 Prozent gestiegen. Auch die Festnetz-Telefonie habe zugelegt, da verstärkt Telefonate mit Freunden, Verwandten und Kollegen geführt würden. Die Nutzung in Nachbarländern habe gezeigt, dass massive Gaming- und Streaming-Nutzung zusätzliche Last auf die Netze bringe.

Spezielle Teams würden die Netznutzung genau beobachten. Bei Bedarf könnten sie zeitnah Maßnahmen unternehmen, um gegenzusteuern. Der Netzausbau erhalte derzeit eine geringere Priorität, die Sicherheit im Netz habe Vorrang. Kurzfristig geplante Abschaltung von Stationen während Umbaumaßnahmen würden dadurch verhindert.

Vodafone schickt fast alle Mitarbeiter ins Home Office

Auch die Mitarbeiter von Vodafone arbeiten, wenn möglich, inzwischen im Home Office. Vodafone Deutschland beschäftigt hierzulande rund 16.000 Menschen. Das Netz könne auch weiter betrieben werden, wenn fast alle Mitarbeiter im Home Office tätig seien. Den wenigen Vodafone-Mitarbeitern, die weiter in besonders kritischen Bereichen an Vodafone-Standorten arbeiten, stellt der Anbieter eine Bescheinigung aus, dass sie unentbehrlich sind für das Unternehmen. Dadurch würden sie Betreuungsplätze für ihre Kinder erhalten.

Vodafone will Bewegungsdaten auf Anfrage von Regierungen herausgeben

Sollte es Anfragen von Regierungen zur Herausgabe von Bewegungsdaten geben, so werde Vodafone dies unterstützen. Über die Bewegungen wollen beispielsweise Institutionen wie das Robert Koch Institut in Berlin die Bewegungen der Menschen besser verstehen lernen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wichtig seien beispielsweise Rückschlüsse von Bewegungen innerhalb sowie von und aus Gebieten, die unter Quarantäne stehen. Soweit technisch möglich und rechtlich zulässig werde Vodafone diese Bemühungen auf Anfrage der Regierungen mit Hilfe von großen, anonymisierten Datensätzen unterstützen.

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