ANGA COM

Vodafone: Alle zwei Sekunden gibt es einen neuen Gigabit-Anschluss

Auf der Breitbandmesse ANGA COM gaben führende Vertreter der großen Internetanbieter Auskunft über den Stand des Breitbandausbaus und der Nachfrage der Kunden nach schnellen Anschlüssen.

ANGA COM 2019 Breitbandgipfel© i12 GmbH

Köln – Wie steht es um den Breitbandausbau in Deutschland? Auf der Breitbandmesse ANGA COM wurden dazu von den Branchenvertretern viele Zahlen verkündet. Es gibt hierzulande inzwischen 34,2 Millionen Breitbandanschlüsse. Die Zahl der gebuchten Anschlüsse mit mehr als 100 Mbit/s sei um 39 Prozent gestiegen. Zudem waren Ende 2018 laut ANGA-Präsident Thomas Braun mehr als zehn Millionen Kabelanschlüsse buchbar.

Telekom baut künftig mehr FTTH-Anschlüsse

Die Deutsche Telekom hat laut Deutschland-Chef Dirk Wössner im vergangenen Jahr 60.000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt. Der Manager des Bonner Konzerns gab allerdings zu, dass vieles davon bislang nur bis zur Straße verlegt wurde und noch nicht bis ins Haus. Das Glasfasernetz erstrecke sich auf eine Länge von 500.000 Kilometern. Die Zahl von 200.000 FTTH-Anschlüssen jährlich soll in den nächsten Jahren auf zwei Millionen Anschlüsse pro Jahr steigen.

Vodafone stellt Gigabit-Anschlüsse nahezu im Sekundentakt bereit

Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter nannte 9,2 Millionen Haushalte, die für Gigabit-Internet erschlossen sind, vor allem per Coax-Kabel. Aktuell würde es alle 2 Sekunden einen neuen Gigabit-Anschluss geben. 11.000 Unternehmen sowie 60.000 Kunden seien per FTTH angeschlossen. Die Zahl der privaten FTTH-Kunden wolle man im kommenden Jahr verdoppeln oder gar verdreifachen.

Neukunden entscheiden sich für schnellere Anschlüsse

Doch wie sieht es bei der Nachfrage nach den Highspeed-Anschlüssen aus? Die Telekom verzeichnete Ende 2018 ungefähr drei Millionen Haushalte, die unter 50 Mbit/s bekommen. Viele davon befinden sich in ländlichen Regionen. Kunden, die VDSL mit 25 Mbit/s nutzen, würden dagegen eher selten wechseln. Bei neuen Anschlüssen würden Kunden gerne aber auch 50 und 100 Mbit/s buchen. Bei Vodafone würden sich 75 Prozent der Kabelneukunden mindestens für eine Surfgeschwindigkeit von 200 Mbit/s entscheiden. Die Take-up-Rate von Gigabit-Internet liege bei 20 Prozent.

Timm Degenhardt, Chef des Berliner Kabelnetzbetreibers Tele Columbus, erklärte auf der ANGA COM, dass 50 Prozent der Neukunden 200 Mbit/s und mehr buchen würden. Kunden wollten höhere Bandbreiten haben. Dennoch entscheiden sich aber rund 20 Prozent der Kunden auch heute noch für einen Kabelanschluss mit lediglich 20 Mbit/s. Das Unternehmen komme auf 300.000 FTTB-Anschlüsse. In Berlin wolle man 600.000 Kabelanschlüsse zudem mit DOCSIS 3.1 aufrüsten und fit für Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s machen.

EWE will laut Geschäfsführer Norbert Westfal bis Ende 2022 keine ADSL-Kunden mehr haben. Die Ausbaukooperation von EWE und Telekom liege derzeit noch beim Bundeskartellamt zur Genehmigung. Telekom Deutschlandchef Wössner zeigte sich optimistisch, dass die Erlaubnis erteilt werde. Denn die Netze müssten auch ausgelastet werden.

Unitymedia; Technologie nicht relevant - Kunden müssen zufrieden sein

Für Unitymedia-Chef Winnie Rapp ist es nicht relevant, welche Technologie in der Erde liegt, sondern dass man den Kunden zufrieden stellt. Mehr als 50 Prozent der Unitymedia-Neukunden würden 400 Mbit/s buchen. Grundsätzlich würden alle Kunden mindestens mit einer Grundgeschwindigkeit von 30 Mbit/s surfen. Beim Anbieter Deutsche Glasfaser schließlich, der als Einstiegsbandbreite 200 Mbit/s anbietet, würden 34 Prozent der Neukunden einen Tarif mit 600 Mbit/s buchen. Allerdings können Kunden nach einem Jahr bei Bedarf in einen langsameren und günstigeren Tarif wechseln.

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Jörg Schamberg

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