Neues Netz

Vodafone aktiviert LTE-M zur Vernetzung von Menschen und Maschinen

Vodafone hat mit LTE-M bundesweit ein neues Netz gestartet, das Menschen und Maschinen miteinander vernetzt. Erste Geschäftskundentarife sind ab sofort verfügbar, für Privatkunden sie die Nutzung von LTE-M in naher Zukunft möglich.

Jörg Schamberg, 29.12.2020, 09:52 Uhr
Vodafone MobilfunkmastRund 18.000 Mobilfunk-Stationen hat Vodafone für LTE-M aufgerüstet. (Symbolfoto)© Vodafone GmbH

Im Sommer 2020 hatte die Deutsche Telekom den Technologiestandard LTE-M (Long Term Evolution for Machines) für das Internet der Dinge in Deutschland gestartet. Kurz nach Weihnachten hat jetzt auch der Düsseldorfer Mobilfunknetzbetreiber Vodafone (Handytarife von Vodafone) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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LTE-M aktiviert. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sei das neue Netz nun auf mehr als 90 Prozent der Fläche in Deutschland verfügbar.

Auch Telefonie über LTE-M möglich

"Mit LTE-M bauen wir das Sprachrohr für Menschen und Maschinen im Internet der Dinge", so Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Über das Netz sollen Menschen und Maschinen künftig nicht nur Daten austauschen können, sondern auch miteinander telefonieren.

Damit LTE-M im Vodafone-Netz realisiert werden konnte, seien in den vergangenen Wochen mehr als 18.000 Mobilfunk-Stationen modernisiert worden. Ab sofort sollen Firmen-Kunden die Technologie für die Steuerung von Maschinen und Sensoren im Internet der Dinge nutzen können. Privatkunden sollen in Zukunft aber auch von LTE-M profitieren, etwa mit Fitness-Trackern, Smart-Watches sowie im smarten Zuhause.

LTE-M funkt bis in Tiefgaragen und Keller

Und Gerhard Mack, Technik-Chef von Vodafone Deutschland erklärt: "Wir bauen Mobilfunk mit vier Ebenen. Mit LTE vernetzen wir Menschen mit ihren Smartphones. Narrowband IoT ist unser Maschinennetz für Sensoren. LTE-M macht den Austausch zwischen Menschen und Maschinen möglich. Und 5G ist immer dort im Einsatz, wo der Datenaustausch in Echtzeit und riesige Bandbreiten gebraucht werden".

Ähnlich wie das Maschinennetz Narrowband IoT funke auch LTE-M auf den niedrigen 800-MHz-Frequenzen. Dadurch lasse sich LTE-M in Tiefgaragen, Kellern oder in Industrie-Hallen nutzen. Während Narrowband IoT für die energiesparende Kommunikation zwischen Maschinen oder Sensoren optimiert sei, erweitere LTE-M die Technologie. Dadurch könnten im Internet der Dinge auch Menschen mit Maschinen kommunizieren. Dies geschehe sowohl durch den Austausch von Daten als auch über Telefonie.

Ein denkbares Einsatzszenario sei etwa die Steuerung von Produktions-Maschinen in einer Fabrik per Sprachanweisung. Eine andere Möglichkeit: Stürzt eine Privatperson im Keller, könnte ein mit LTE-M vernetzter Fitnesstracker beispielsweise automatisch einen Notruf absetzen und eine Sprachverbindung aufbauen.

LTE-M vernetzt Sensoren und Menschen in Bewegung

Eignet sich Narrowband IoT um Sensoren und Maschinen an einem festen Standort zu vernetzten, so lässt sich LTE-M zur Vernetzung von Sensoren und Menschen nutzen, die in Bewegung und an unterschiedlichen Orten seien. Sprache und Daten würden mit LTE-M ohne Verzögerung von Mobilfunk-Station zu Mobilfunk-Station übergeben. Einsetzen lässt sich die Technologie somit etwa bei Tracking-Sensoren von Paketen.

LTE-M diene vor allem zum Austausch kleinerer und mittlerer Datenmengen. Maximal werde eine Bandbreite von 2 Mbit/s erreicht. Das sei aber für die Übertragung von vielen Sensor-Daten ausreichend. Sollen große Datenmengen in Echtzeit ausgetauscht werden, ist dagegen 5G geeignet.

Geschäftskundentarife für LTE-M ab sofort verfügbar

Nach Angaben von Vodafone lassen sich ab sofort spezielle Geschäftskunden-Tarife für die Vernetzung über das neue LTE-M Netz buchen. Für Privatkunden soll LTE-M in naher Zukunft für erste Wearables bereitstehen.

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