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Vodafone: 3 Mbit/s für weiße Flecken

Der Konzern will zusammen mit Ericsson und Huawei Ende September mit dem LTE-Ausbau beginnen und im nächsten Jahr 1.500 Stationen mit der neuen Technik ausgestattet haben. Bei der Erschließung ländlicher Regionen sollen von Beginn an Bandbreiten von 3 Mbit/s angeboten werden.

21.07.2010, 14:33 Uhr
Vodafone© Vodafone GmbH

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Frequenzauktion der Bundenetzagentur und einer ersten Ankündigung, die nächste Mobilfunkgeneration LTE dadurch bis 2013 flächendeckend anzubieten, wird Vodafone etwas konkreter und stellt weitere Weichen für den LTE-Ausbau.

Ericsson und Huawei als Partner

Wie der Telekommunikationsanbieter am Mittwoch in Düsseldorf bekannt gab, setzt Vodafone auf Ericsson und Huawei als Technologiepartner und will mittelfristig alle Basisstationen in Deutschland auf LTE hochrüsten. Der neueste Standard werde so in den kommenden Jahren flächendeckend verfügbar. Ende September soll mit dem Ausbau begonnen werden und schon im nächsten Jahr will Vodafone 1.500 Stationen mit LTE-Technik ausgestattet haben.

Bei der Erschließung der weißen Flecken auf der Breitband-Landkarte wollen die Düsseldorfer von Beginn an Geschwindigkeiten von 3 Megabit pro Sekunde anbieten. In den Städten sei mit weitaus höheren Bandbreiten zu rechnen. "Damit wird das mobile Internet zu einer echten Alternative für das Festnetz", erklärte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen.

High-Tech-Infrastruktur auch auf dem Land

In den letzten Monaten hat Vodafone bereits in einigen Testregionen weiße Flecken mit HSDPA-Technik geschlossen und dort den Internetzugang via Mobilfunk ermöglicht. In Mecklenburg-Vorpommern, in der Uckermark, wie auch in Thüringen und Sachsen wurde so eine neue Infrastruktur geschaffen.

Ein großer Vorteil des drahtlosen Internetanschlusses ist der Wegfall von aufwändigen Erdarbeiten und der Zugang über das Kupferkabel bis zum Haus, die sogenannte letzte Meile, die von der Telekom gemietet werden muss, entfällt. Dabei ist mobiles Internet inzwischen genauso schnell, sicher und leistungsstark, wie Kabelanschlüsse. "Ein High-Tech-Land wie Deutschland braucht eine High-Tech-Infrastruktur nicht nur in den Städten, sondern auch in den ländlichen Regionen", so Joussen.

(Michael Posdziech)

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