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Visionen: Brettspiele und vernetztes Spielzeug

Das Internet kann ein visuelles und ein akustisches Erlebnis vermitteln, aber nicht das Anfassen und den Geschmack.

05.02.2010, 17:46 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Herkömmliche Spielwaren behaupten sich nach Ansicht von Branchenexperten auch in Zukunft auf dem Markt, doch elektronisches Spielzeug wird sich rasant weiterentwickeln. "Die traditionellen Spielsachen - Konstruktionsbaukästen, Puppen, Fahrzeuge - werden Teil unseres Spielelebens bleiben", fasste Richard Gottlieb am Freitag auf der Nürnberger Spielwarenmesse das Ergebnis eines Fachseminars zusammen. "Das Internet kann ein visuelles und ein akustisches Erlebnis vermitteln, aber nicht das Anfassen und den Geschmack."
Internationale Spielzeug-Verbindung
Elektronisches Spielzeug werde jedoch besonders in Kombination mit traditionellen Spielsachen zunehmend attraktiver, erläuterte Gottlieb. Zwar sei eine deutliche Abwendung etwa von Videospielen zu sehen - doch stattdessen werde vermehrt die Handy-Technologie zum Einsatz kommen, "so dass sich die Spielzeuge in nicht allzu ferner Zukunft auch über Ländergrenzen hinweg verbinden und gegenseitig beeinflussen können". Ein weiterer Trend sei die Zusammenführung verschiedener Medien, um dem Spieler immer neue Aspekte einer Geschichte zu erzählen - etwa ein Kinofilm, dazu ein Videoclip im Internet oder sms aufs Handy.
"Der Handel wird sehr viel experimenteller werden müssen", waren sich die Spielzeug-Fachleute aus aller Welt einig. Eine neue Möglichkeit sei etwa, Spiele und Puzzles in Buchläden zu verkaufen. Allerdings müsse in Zukunft ein entscheidender Faktor stets berücksichtigt werden: "Die Kinder von heute glauben wirklich an Nachhaltigkeit. Im Gegensatz zu den Erwachsenen handeln sie danach und sind sehr besorgt um die Umwelt."

(Hayo Lücke)

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