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Viruswarnung: Naiva.A nutzt Vogelgrippe aus

Erfahren Sie in unserem Bericht, wie Sie sich am besten gegen die neue Bedrohung schützen.

30.10.2005, 15:31 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Die Vogelgrippe gibt stetig Anlass zu Sorge. Nun ist sie nach Informationen von PandaLabs, dem Panda Software Forschungslabor, auch indirekt gefährlich für Computer, die mit dem Internet verbunden sind. Naiva.A ist ein neuer Virus, der sich die Angst um den H5-N1-Erreger zu Nutze macht, um die Kontrolle über den Rechner zu erlangen.
Word-Tarnung
Die vermeintlich hilfreiche Information, kommt als Word-Dokument ins Postfach geflattert. Die erste Zeile lautet entweder "Outbreak in North America" oder "What is avian influenza (bird flu)?". Einmal geöffnet, können unter Umständen zwei Word Macros ausgeführt werden, wovon das erste den Weg für Ranky.FY frei macht. Der Virus ermöglicht es Hackern nach Einschätzung der Experten, die Kontrolle über den Rechner zu übernehmen.
Luis Corrons, Director bei PandaLabs, eklärt zwar "das es augenblicklich bei den oben genannten Bedrohungen nicht so aussieht, als stellten sie eine große Gefahr da. Aber man sollte sie, angesichts der hohen Erfolgsquoten von Social Engineering nicht unterschätzen."
Grund genug für unsere Sicherheitsempfehlung: Es ist generell ratsam, das Sicherheitslevel nicht zu Gunsten der multimedialen Interaktivität im Internet, herab zu setzen. Dies gilt für alle Programme, wie beispielsweise dem Browser, der Firewall oder auch einem eigentlich harmlosen Word-Programm.
So schützen Sie sich
Zunächst einmal sollte Word geöffnet werden. In der Bearbeitungsleiste finden Sie über die "Extras" den Eintrag "Markos". Unter "Sicherheit" kann die Sicherheitsstufe angepasst werden. Wir empfehlen die Einstellung mindestens auf "Mittel" zu setzen. Wer bei "niedriger" Sicherheitsstufe seine Word-Dokumente bearbeitet, ist nicht vor fatalen Makros geschützt.
Schneller Systemcheck
Nutzer die auf Nummer Sicher gehen wollen, können auf der Pandasoft-Webseite einen kostenlosen Viren-Test durchführen. Vorausetzung hierfür ist allerdings ironischer Weise, ein "ActiveX" kompatibler Browser. "ActiveX" gilt als äusserst unsicher, da feindliche Webseiten die Steuerkomponente ausnutzen können, um unbemerkt Programme auf dem Rechner zu installieren. Pandasoft versichert allerdings die Sicherheit des "ActiveX"-Steuerelements.

(Benjamin Windhoff)

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