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Virtuelles Geld weg: Bochumer erstattet Anzeige

Tatort Cyberspace: Neben dem Geld, wurden unter anderem ein Siamesenmesser, ein Himmelstränenband und ein Paar Phönixschuhe vermisst – die Polizei ermittelt bereits.

01.02.2009, 10:01 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Ein 45-jähriger Bochumer beschäftigt mit einer kuriosen Anzeige jetzt die Bochumer Polizei. Laut Pressemitteilung gab der Mann an, in einem Online-Rollenspiel seine gesamte virtuelle Ausrüstung verloren zu haben. Innerhalb von zwei Jahren hatte der Geschädigte seinem Avatar Gegenstände und virtuelles Geld im Wert von circa 1.000 Euro spendiert.
Aktenzeichen XY
Als der Bochumer feststellte, dass sein Spielcharakter im Online-Fantasyspiel Metin2 von Gameforge plötzlich vollkommen mittellos war, wandte er sich an die nächstgelegenen Polizeistation und hatte Glück: Wie die Polizei angibt, war der Beamte ein "Insider" und hat umgehend die Anzeige aufgenommen.
Bei den verschwundenen Gegenständen handelt es sich unter anderen um ein Siamesenmesser, ein Himmelstränenband und ein Paar Phönixschuhe. Darüber hinaus ist der Geschädigte jetzt um sieben Million Einheiten der Spielewährung Yang ärmer. Ob es sich tatsächlich um einen gezielten Diebstahl oder um eine technische Panne handelt, versucht die Polizei laut eigenen Aussagen jetzt im Cyberspace zu ermitteln.
Da der Verlust von virtuellen Gegenständen keinen Diebstahl im eigentlichen Sinne darstellt, ermittelt die Polizei in diesem Fall aber wegen Datenausspähung und -veränderung.

(Marcel Petritz)

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