Handysoftware

Virtueller Blackberry unter Windows Mobile 6.0

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) plant eine Software-Lösung für Endgeräte von Mitbewerbern, die unter Windows Mobile 6.0 laufen soll.

25.04.2007, 09:01 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Der kanadische Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) will seine Software-Lösungen künftig auch unabhängig von den Endgeräten anbieten. Noch vor Jahresende will das Unternehmen einen virtuellen Blackberry auf den Markt bringen. Die Software wird für Smartphones konzipiert, die unter dem Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile 6 laufen.
Unabhängig von Hardware
Bislang sind die RIM-Dienste an die Blackberry-Hardware gebunden und wurden nur begrenzt für Geräte von Nokia und Palm zur Verfügung gestellt. Diese Taktik hat sich jedoch nicht ausgezahlt, da der so entstandene Spielraum von einigen Unternehmen zur Entwicklung von eigenen E-Mail-Diensten genutzt wurde.
"Blackberry Application Suite" soll auf den Mobiltelefonen künftig eine Blackberry-Umgebung schaffen, die E-Mail, Telefonie, Kalender sowie Adressbücher vereint und über ein Icon auf der Bedienoberfläche des Handys gestartet werden kann. Angaben über Preise machte RIM bisher noch nicht. Die virtuellen Blackberrys wird es für Firmen- und Privatkunden geben.
Für RIM ist die Öffnung ein Drahtseilakt. Einerseits können bedeutend mehr Kunden unabhängig von der Blackberry-Hardware die Softwarelösungen nutzen, im Gegenzug dürfte der Verkauf der eigenen Geräte stagnieren. Analysten warnen derzeit vor einem Einbruch der Verkaufszahlen. Bisher stellt der Verkauf von Blackberrys 73 Prozent des Gesamtumsatzes von RIM dar. Nach Informationen des "Wall Street Journal" plant RIM nach Windows Mobile 6 die Unterstützung von weiteren Betriebssystemen.

(Stefan Hagedorn)

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