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Virtuelle Welt von Second Life nur für Erwachsene

Die Erfinder von Second Life wollen Minderjährigen konsequent den Zutritt zu der virtuellen Welt verwehren. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben "strenge Maßnahmen" getroffen, um Minderjährigen den Zugang zu verwehren.

07.06.2007, 11:31 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Die Erfinder von Second Life wollen Minderjährigen konsequent den Zutritt zu der virtuellen Welt verwehren. "Die Plattform Second Life ist nur für Erwachsene", bekräftigte ein Sprecher von Linden Labs am Montag (Ortszeit) in San Francisco gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Das Unternehmen habe "strenge Maßnahmen" getroffen, um Minderjährigen den Zugang zu verwehren.
Reaktion auf Kritik
Der Sprecher reagierte damit auf Kritik von Familienorganisationen. Diese hatten sich über Sex-Clubs und Glücksspielbereiche in der Internet-Parallelwelt empört, die auch Kinder ohne Sperren besuchen konnten. Schon im Mai hatte Linden Labs Mitglieder, die bizarre Sexspiele oder Glücksspiel in Second Life anbieten, zur gesonderten Kennzeichnung dieser Bereiche ermahnt.
Nur wer sich auch im wahren Leben als volljährig ausweisen könne, solle Zutritt erhalten. Bislang ist die Altersangabe bei der Anmeldung bei Second Life und auch die Kennzeichnung von Erwachsenenbereichen jedoch freiwillig. Linden Labs prüft derzeit ein System, in dem sich Neumitglieder mit Ausweis oder Führerschein einmalig identifizieren müssen. Second Life ging 2003 an den Start und hat weltweit fast sieben Millionen Nutzer. In der kostenpflichtigen dreidimensionalen Internetwelt führen die Spieler ein von ihnen selbst erfundenes zweites Leben.

(Denise Bergfeld)

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