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Virtuelle Polizei läuft Streife durchs Internet

In China bekommt die Staatspolizei virtuelle Verstärkung. Polizei-Avatare sollen künftig verstärkt im Internet Präsenz zeigen und vor bedenklichen Seiten warnen, die unter Beobachtung der chinesischen Regierung stehen.

21.04.2007, 13:01 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

In China bekommt die Staatspolizei künftig virtuelle Verstärkung. Animierte Polizei-Avatare sollen im Internet Präsenz zeigen und vor bedenklichen Seiten warnen, die unter Beobachtung der chinesischen Regierung stehen.
Big Brother is watching
Die Ziele der Comic-Cops sind vor allem Online-Spiele, Pornografie oder Betrug, aber auch alle Inhalte, die der staatlichen Autorität nicht passen. Die beiden lächelnden Zeichentrick-Figuren "Jingjing" und "Chacha" könnten mit ihren großen Manga-Kulleraugen auch einer Zeichentrickserie für Kinder entsprungen sein.
Sie scheinen auf den ersten Blick lustig und sympathisch, bergen aber einen ernsten Hintergrund. Und eben diese Mischung macht die beiden Figuren so bedrohlich: Auf der einen Seite albern und kindlich, auf der anderen Seite kontrollierend und überwachend.
Die Comic-Cops sollen der Bevölkerung nicht nur zeigen, auf welchen Internetseiten sie sich illegal bewegen, sondern erinnern sie auch daran, dass sie im Netz von tausenden staatlichen Kontrolleuren überwacht werden. Vor einem Jahr traten die beiden Comicfiguren ihren ersten Dienst in der Provinz Shenzhen an. Ab Ende Juni sollen die Comic-Cops nun im kompletten Land virtuell auf Streife gehen.

(Denise Bergfeld)

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