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Vine bringt Pornos aufs iPhone

Twitters neuer Video-Sharing-Dienst Vine wird bereits genutzt, um Videos mit anderen anzüglichen Inhalten auf das iPhone zu bringen.

28.01.2013, 14:48 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Seit wenigen Tagen erst gibt es Twitters neuen Video-Sharing-Dienst Vine im Apple App Store, schon wird er genutzt, um Pornos und sechs Sekunden lange Videos mit anderen anzüglichen Inhalten auf das iPhone zu bringen. Häufig ist dies zwar nicht, aber entsprechende Videos können über die Hashtags #porn und #sex einfach gefunden werden.

Apples strenge Maßstäbe

Noch steht eine Reaktion von Seiten Apples aus. In der Vergangenheit hat das Unternehmen sehr strenge, nach europäischem Verständnis fast schon prüde Maßstäbe angelegt. Anfang 2012 hatte Apple Viddy, einen ähnlichen Video-Sharing-Dienst wie Vine, aus dem App Store entfernt, später aber wieder aufgenommen. Erst Ende Januar war der Bilder-Sharing-Dienst und Flickr-Konkurrent 500px vom iPhone geflogen. Besonderes Aufsehen in Deutschland hatte die kurzzeitige Entfernung der App von stern.de Ende 2009 hervorgerufen. Seitdem zensieren deutsche Publikationen barbusige Titelblätter in vorauseilendem Gehorsam.

Vine hat seine Nutzungsbedingungen nicht ganz so scharf formuliert, dies hätte Apple aber auch nicht beeindruckt, da letztlich zählt, was auf dem iPhone zu sehen ist. Dafür möchte Apple nicht in Haftung genommen werden. Bei der Entfernung aus dem App Store wäre Twitter aber selbst nicht betroffen, da Vine eine eigenständige App nutzt und die Videos lediglich über Twitter veröffentlicht (alternativ auch über Facebook).

Filter für einzelne Länder

Derzeit kann jeder Nutzer anstößige Inhalte melden. Nach einer nicht genannten Zahl an Beschwerden wird automatisch ein Warnhinweis geschaltet, Vine löscht auch in Einzelfällen Videos und die dazugehörigen Nutzerkonten. Es gäbe sogar einen technischen Filter, um anstößige Inhalte zu auszusortieren. Vine nutzt diesen bereits, um den Auflagen einiger Länder gerecht zu werden. So ist in Deutschland zum Beispiel das Zeigen nationalsozialistischer Symbole verboten.

(Peter Giesecke)

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