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Viele Mobilfunk-Änderungen im Jubiläumsmonat

Der Monatswechsel hat es wieder einmal in sich. Viele neue Sonderaktionen warten auf Kunden der großen Mobilfunkanbieter. Wir haben die wichtigsten Neuerungen in einer Übersicht zusammengefasst.

02.07.2007, 17:16 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Es klingt fast unglaublich, aber seit nunmehr 15 Jahren wird in Deutschland mobil telefoniert. Am 30. Juni 1992 wurde im Netz von Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone Germany) das erste kommerzielle Telefonat mit dem Handy geführt. Inzwischen telefonieren rein statistisch betrachtet bereits über 80 Millionen Bundesbürger mit einem Handy – zu immer günstigeren Konditionen. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Änderungen zum Monatswechsel.
Neues von den Discountern
In den vergangenen Monaten haben insbesondere die zahlreichen Mobilfunk-Discounter dafür gesorgt, dass die Minutenpreise für Telefonate mit dem Handy sinken. Zwar sinken die Preise für Sprachverbindungen derzeit nicht weiter in den Keller, jedoch kämpfen die einzelnen Anbieter mit Sonderaktionen um die Gunst neuer Kunden. So bietet beispielsweise blau.de sein Starterpaket bis Mitte Juli zum rechnerischen Nulltarif an. Für 19,90 Euro gibt es 20 Euro Startguthaben. Außerdem können blau.de-Kunden ihre Bonusminuten für die Aufladung von mindestens 15 Euro ab sofort auch für Anrufe zu debitel-light-Kunden nutzen. Gleiches gilt für debitel-light-Kunden bei Anrufen zu Handys mit eingelegter blau.de-SIM-Karte.
Rechnerisch kostenlos ist auch der Einstieg bei der E-Plus-Marke Youni möglich. Hier kostet das Starterpaket bis Ende Juli 9,95 Euro und es gibt zehn Euro Startguthaben. Gleiches gilt für die Discount-Marke der Drogerie-Kette Schlecker. Bei smobil werden für 9,99 Euro ebenfalls zehn Euro Startguthaben gewährt. Satte 20 Euro Startguthaben gibt es noch bis einschließlich kommenden Donnerstag, 5. Juli, bei Bestellung eines Mobilfunk-Tarifs von Tchibo. Doch es müssen nicht immer Discount-Produkte sein, um günstig mobil telefonieren zu können. Auch klassische Prepaid-, Vertrags- oder Flatrate-Angebote sollen Kunden über Sonderangebote schmackhaft gemacht werden.
Neues von o2
Beim gemessen an der Kundenzahl kleinsten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber o2 werden zum Beispiel Prepaid-Kunden mit einer kostenlosen Wochenend-Flatrate verwöhnt. Kunden, die sich bis Ende September für eine Loop-Karte entscheiden, telefonieren sechs Monate lang am Wochenende kostenlos zu Standardanschlüssen im deutschen Festnetz und zu anderen o2-Handys. Außerdem wird die Deutschland-Flatrate Genion L bis Ende Juli zum Vorzugspreis angeboten. Bei Abschluss eines Vertrages mit zwei Jahren Laufzeit werden monatlich 25 Euro fällig. Ein Aktionshandy wie etwa das Sony Ericsson K800i für 49,99 Euro oder das Nokia 6300 für 29,99 Euro gibt es ohne den normalerweise anfallenden Aufpreis von zehn Euro im Monat dazu.
E-Plus setzt auf die Zehnsation
Eine Flatrate zum Vorzugspreis gibt es im Juli auch bei der E-Plus-Flatrate-Marke Base. Der Tarif Base 2 kostet bei Abschluss eines Vertrages mit zwei Jahren Mindestvertragslaufzeit statt normalerweise 25 Euro nur 20 Euro im Monat. Bei E-Plus selber steht weiterhin die so genannte Zehnsation im Mittelpunkt der Vermarktung. Während die Discounter klarmobil.de und callmobile ihre 10-Cent-Tarife aufgrund mangelnden Interesses eingestellt haben, bleibt er bei E-Plus weiter in der Vermarktung. Eine Grundgebühr fällt nicht an, sehr wohl aber zehn Euro Mindestumsatz im Monat. Verbindungen zu allen nationalen Standardanschlüssen im Festnetz und zu deutschen Handys kosten zehn Cent pro Minute.
T-Mobile mit Prepaid-Special
Bei T-Mobile wird im Juli unter anderem auf die Vermarktung von Prepaidkarten gesetzt. Wer online die so genannte Xtra-Card bestellt, kann rechnerisch kostenlos einsteigen. In den Tarifen Xtra Friends, Xtra Smart und Xtra Classic kostet die SIM-Karte statt normal 19,95 Euro nur zehn Euro. Dazu gibt es zehn Euro Startguthaben. Außerdem hat T-Mobile als erster deutscher Mobilfunk-Netzbetreiber die EU-Verordnung für günstigere Roaming-Verbindungen umgesetzt. Ab sofort zahlen T-Mobile-Kunden innerhalb der EU für abgehende Gespräche nach Deutschland 58 Cent pro Minute – egal in welchem Land der EU sie sich befinden. Eingehende Telefonate kosten nur noch 28 Cent pro Minute. Bei Vodafone wird die Roaming-Umstellung am 29. Juli in Angriff genommen. Ab dem 18. Juli ist das so genannte Reiseversprechen darüber hinaus in 33 Ländern in jedem der dortigen Mobilfunknetze verfügbar.
Vodafone macht Tempo
Für Kunden, die häufig unterwegs online gehen und dabei größere Dateien versenden möchten, bringt Vodafone ab kommendem Montag, 9. Juli, eine mobile Datenkarte in den Handel, die neben HSDPA auch HSUPA unterstützt. Das heißt, es sind nicht nur Downloads mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich, sondern auch Uploads mit bis zu 1,45 Mbit/s. Zunächst wird HSUPA in Großstädten verfügbar sein, spätestens im Sommer kommenden Jahres soll der Übertragungsstandard im gesamten UMTS-Netz nutzbar sein. Außerhalb von mit UMTS versorgten Gebieten unterstützt die neue Vodafone-Datenkarte GPRS und EDGE. In Verbindung mit einem Laufzeitvertrag kostet die Karte einen Euro, ohne Vertrag werden knapp 400 Euro fällig.
Neue Tagesflatrate
Ein völlig neues Modell der Flatrate-Abrechnung bringt der Provider brand mobile auf den Markt. Monatlich sind fünf Euro Grundgebühr zu zahlen, zusätzlich sind Flatrates für den laufenden Tag buchbar. Für einen Euro extra pro Tag kann unbegrenzt in das deutsche Festnetz telefoniert werden, für zwei Euro extra pro Tag sind unbegrenzt viele Telefonate in das deutsche Festnetz und zu deutschen Mobilfunk-Anschlüssen abgedeckt, wer drei Euro pro Tag mehr zahlt, kann sogar unbegrenzt viele SMS verschicken.
Cellity für mehr Handys
Wer günstiger mit dem Handy telefonieren will, seinen Vertrag aber nicht kündigen kann oder will, kann auch auf die Software-Lösung von cellity setzen. Die Call-Through-Software ist ab sofort für 21 weitere Handys verfügbar. Das cellity-Programm läuft jetzt auf noch mehr Modellen von Marktführer Nokia und Samsung. Eine detaillierte Liste der unterstützten Modelle ist auf der cellity-Homepage einsehbar.

(Hayo Lücke)

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