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Viel Kritik und Spott für SPD bei Twitter

Es dominieren Vorwürfe von Verrat, Wählerbetrug, Irrwitz bis zu "Totengräber der Partei". Häufig wird am Freitag auf einen kritischen Kommentar der "Süddeutschen Zeitung" über "Kleinkaliber-Stratege" Matschie verwiesen.

02.10.2009, 15:30 Uhr (Quelle: DPA)
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Trost und Zuspruch sollten Thüringer Sozialdemokraten und ihr Parteichef Christoph Matschie im Moment nicht im Internet suchen: Die bis zu 140 Zeichen langen Kurznachrichten bei Twitter liefern vor allem bittere Kritik und beißenden Spott. "Matschie wischt der CDU die Freudentränen ab - Das also ist der neue Anfang der SPD", ätzt Schreiber "stattweb". Es dominieren Vorwürfe von Verrat, Wählerbetrug, Irrwitz bis zu "Totengräber der Partei". Häufig wird am Freitag auf einen kritischen Kommentar der "Süddeutschen Zeitung" über "Kleinkaliber-Stratege" Matschie verwiesen.
Web ohne Grenzen
Die wenigen Unterstützer verbreiten vor allem den "Spiegel"-Beitrag mit dem Matschie-Zitat "Fünf Jahre Selbsthilfegruppe Bodo Ramelow - das hielt ich für unverantwortbar" oder teilen die Ansicht von "TimRozenski": "Nicht fertig machen lassen. GroKo (Große Koalition) ist keine Wunschhochzeit, aber für Thüringen besser als Steigbügelhalter der Linken." Matschie selbst twitterte am Donnerstagabend: "Sondierung zeigte: Linke kein Vertrauen, keine Entscheidungsfähigkeit; Grüne bis zuletzt skeptisch. SPD entscheidet für Handlungsfähigkeit."
Viel Rückhalt findet er damit in der virtuellen Welt nicht, und so twitterten ("zwitschern") weiter Kritiker und Spottdrosseln wie "_hdb": "Diese spd ist verrückt! Matschie setzt sein Wahlziel, die cdu abzulösen, um, indem er deren Juniorpartner wird. Sach's nochmal: verrückt!" Die nüchterne, aber für die SPD genau so wenig erheiternde Alternative bietet Journalist Wolfgang Michal mit seinem Blog- Kommentar: "Die SPD ist auf dem Weg zu einer linksliberalen Staatspartei, die sich auf einen Wähleranteil von zehn bis 15 Prozent einpendeln wird, während die Linke 25 Prozent mobilisieren kann."

(Hayo Lücke)

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