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Videomeet: Telekom startet Videotelefonie per Cloud

Die Deutsche Telekom forciert die Videotelefonie mit ihrem ab sofort erhältlichen neuen Cloud-Dienst Videomeet. Laut Telekom ist der Service die weltweit erste Lösung, die den Zugang über verschiedene Videokonferenzsysteme und Geräte ermöglicht. 30 Tage lang ist Videomeet gratis nutzbar.

14.11.2011, 19:12 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom will die Videotelefonie pushen und so selbstverständlich machen wie Telefonkonferenzen. Ab sofort bietet der Bonner Konzern in Kooperation mit dem US-Startup Blue Jeans Network den neuen Videokonferenzservice Videomeet an. "Video wird die reine Sprachtelefonie zunehmend ablösen", erläutert Rainer Deutschmann, Senior Vice President Core Telco Products bei der Telekom. Nach Unternehmensangaben sei der neue, Cloud-basierte Dienst die weltweit erste Lösung, die verschiedene Videokonferenzsysteme und Geräte miteinander verbindet. Die Telekom startet Videomeet zunächst in Deutschland, Österreich und Großbritannien, weitere Länder sollen folgen. Zum Europastart lässt sich der Service unter www.videomeet.de 30 Tage lang kostenlos testen.

Videkonferenzen unabhängig von Ort und System

Das Videomeet-Motto lautet: "Viele Anbieter – eine Konferenz". Unabhängig davon, wo die Teilnehmer sich gerade aufhalten und ob sie Smartphones, Tablet-PCs oder HD-Raumsysteme verwenden. Videomeet lässt sich auch nutzen, wenn die Teilnehmer verschiedene Videotelefonieanwendungen nutzen. Laut Telekom ist der Zugang zu dem neuen Konferenzsystem sowohl über H.323-Unternehmensanwendungen von Cisco, Lifesize, Polycom oder Radvision, aber auch über populäre Endkunden-Software wie Skype oder Google Video Chat möglich. Videomeet stellt in der Cloud einen persönlichen und sicheren virtuellen Konferenzraum für bis zu 25 Teilnehmer bereit.

Über eine einfache Nutzeroberfläche sollen sich Konferenzen aufsetzen und durchführen lassen. Die Teilnehmer selbst müssen lediglich über einen IP- oder ISDN-Anschluss eine Nummer anrufen oder einem Einladungslink folgen, eine Installation einer Software ist nicht erforderlich. Mitarbeiter könnten auf diese Weise beispielsweise auch mobil von unterwegs an einer Konferenz teilnehmen. Kosten entstehen ihnen für die Nutzung nicht. Lediglich der Moderator einer Videomeet-Konferenz muss für den Dienst zahlen. Vorausgesetzt wird eine Internetverbindung mit mindestens 384 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) sowie ein videofähiges Endgerät mit einer Auflösung von 352x288 Pixel.

Sechs Tarife zur Wahl, Aktionsrabatt bis Ende Dezember

In den ersten 30 Tagen lässt sich der Service kostenlos nutzen. Danach stehen sechs verschiedene Tarife für Einzelnkonferenzen, mit Minutenpaketen oder mit einer Flatrate zur Wahl. Ohne monatlichen Grundpreis kommt beispielsweise VideoMeet by Call daher. Die Telekom berechnet einen Minutenpreis von brutto 60 Cent. Alternativ stehen auch Pakete mit 1.000 bis 10.000 Inklusivminuten und zwölfmonatiger Mindestvertragslaufzeit bereit.

Bei Bestellung bis zum 31. Dezember winkt hier jeweils zwölf Monate lang ein Aktionsrabatt von 20 Prozent auf die monatliche Grundgebühr. Damit liegen die monatlichen Kosten für Konferenzorganisatoren im ersten Jahr brutto zwischen 332,20 Euro und 2.475,20 Euro. Sind die Inklusivminuten aufgebraucht fallen je nach Tarif brutto zwischen 31 und 42 Cent pro Minute an. Eine Videokonferenz-Flatrate mit unbegrenzten Minuten bietet dagegen der Tarif VideoMeet Named Host. Mit einem Rabatt in Höhe von 55 Prozent schlägt dieses Paket monatlich mit 1070,46 Euro inklusive Mehrwertsteuer zu Buche. Allerdings lässt sich hier zu einem Zeitpunkt jeweils nur eine Konferenz starten. Die Tarife mit Inklusivminuten erlauben dagegen unbegrenzt viele Konferenzen gleichzeitig.

(Jörg Schamberg)

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