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Videodienst Watchever kommt auf XBox One

Ein Wink und der Kinoabend beginnt: Der Videodienst Watchever ist jetzt auch auf der X-Box One verfügbar. Ob das dem schwankenden Unternehmen aus dem Schulden-Sumpf hilft, ist offen. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

15.10.2014, 18:16 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Im Film-Serienmarkt wird es eng: Das neugestaltete Portal maxdome, Amazon Instant Video für Premium-Kunden des Online-Kaufhauses und neuerdings auch Netflix machen dem Videodienst Watchever das Leben schwer. Zeit, sich zu bewegen und die Reichweite auszubauen: Die Online-Videothek ist ab sofort mit der Microsoft Xbox One auf einer weiteren Plattform verfügbar.

Filmgenuss per Wink dank Kinect Sensor

Abonnenten finden die App auf der Konsole in der Kategorie Apps. Anwender sollen sie bequem vom Sofa aus über die Gesten- und Sprachkontrolle, dem Kinect Sensor, bedienen können. Die Videothek bietet Filme und Serien im Abo für 8,99 Euro pro Monat auf SmartTVs, Spielekonsolen, iOS, Android, PC, Mac und Apple TV und kann dem Blog Mobiflip zufolge im Unterschied zu dem beliebten Portal Amazon Instant Video auch offline bedient werden.

Plus für Eltern: Watchever soll die Altersangaben der Xbox One übernehmen, so dass Kinder keine Filme zu sehen bekommen, die ihrem Alter nicht entsprechen. Die Einstellung kann per Pin-Code angepasst werden.

Watchever zählt 350.000 Nutzer

Neben X-Box One unterstützen auch Sonys PlayStation 3 und 4, die Xbox 360 und die in diesem Jahr von roten Zahlen verfolgte Wii von Nintendo den Video-Dienst. Er bietet nach Angaben der Betreiber tausende Filme, komplette Serienstaffeln und Dokumentationen.

Der Deutschlandstart von US-Konkurrent Netflix, der neuerdings auch über den Telekom-IPTV-Dienst Entertain verfügbar ist, macht Watchever offenbar zu schaffen. Einem Bericht des Magazins spiegel.de haben sich die Marktchancen der Online-Videothek deutlich reduziert. Der Streamingdienst verfügt über etwa 350.000 Nutzer und kämpft mit rund hundert Millionen Euro Anlaufverlusten.

Und so verstaubt der Videodienst offenbar im Ladenregal: Dem französischen Mutterkonzern Vivendi gelang es bisher trotz eifriger Versuche nicht, das Projekt an ProsiebenSat1, Sky oder Netflix zu verkaufen. Damit bleibt seine Zukunft ungewiss.

(Dorothee Monreal)

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