Bitkom-Umfrage

Video-Streaming verdrängt zunehmend klassisches Fernsehen

Video-Streaming ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Rund 35 Prozent der Teilnehmer einer Bitkom-Umfrage gaben an, dass sie nur noch Streaming-Angebote statt lineare TV-Programme nutzen. Besonders die junge Generation setzt auf Streaming.

Jörg Schamberg, 18.11.2016, 12:10 Uhr (Quelle: DPA)
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Berlin - Das wachsende Angebot an Streaming-Diensten kratzt einer Studie zufolge weiter an der Bedeutung des klassischen Fernsehens. Jeder vierte Nutzer von Streaming-Diensten könne sich inzwischen vorstellen, künftig komplett auf das lineare TV-Programm zu verzichten, geht aus einer Studie des Digitalverbands Bitkom hervor. Das seien sieben Prozentpunkte mehr als 2014.

Immer mehr Nutzer bestimmen ihr TV-Programm selbst

Mit 35 Prozent der Streamer hat gut ein Drittel demnach das lineare Fernsehen bereits ganz gegen das Video-Streaming eingetauscht - 2014 waren es noch 33 Prozent. "Das klassische Fernsehen verliert seine große Bedeutung", sagt Timm Lutter vom Bitkom. "Die Fernsehzuschauer emanzipieren sich von passiven Verbrauchern zu aktiven Nutzern, die ihr TV-Programm selber bestimmen."

Sehgewohnheiten der jungen Generation verändern den Markt

Gut die Hälfte der befragten Streaming-Nutzer gab demnach an, weniger klassisch fernzusehen, unter den 14 bis 19-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. "Die Sehgewohnheiten der jungen Generation verändern den Markt für bewegte Bilder komplett", sagte Lutter. Die Angebote auf den Webseiten und Mediatheken der TV-Sender sind demnach jedoch unter den deutschen Nutzern am beliebtesten. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssten Anbieter in maßgeschneiderte Angebote investieren, sagte Lutter.

Für die repräsentative Umfrage von Bitkom Research wurden im Juli 2016 1.007 Personen ab 14 Jahren befragt, darunter 642 Nutzer von Video-Streaming-Diensten.

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