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Versatel und Telefónica vereinbaren Glasfaser-Kooperation

Telefónica kann seine UMTS- und LTE-Basisstationen im Versatel-Ausbaugebiet langfristig per Glasfaser anbinden. Versatel kauft zudem das Glasfasernetz von Telefónica in Hamburg.

21.10.2013, 13:33 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Im vergangenen Jahr hatte Versatel durch den Kauf von KielNET die eigene Position in Norddeutschland gestärkt. Nun erfolgt ein weiterer Schritt: Versatel erwirbt das Glasfasernetz im Hamburger Stadtgebiet von Telefónica Deutschland und erweitert damit das eigene Netz. Das Düsseldorfer Telekommunikationsunternehmen sowie der Münchener Mobilfunknetzbetreiber und Festnetzanbieter bauen ihre Zusammenarbeit zudem weiter aus: Wie Versatel am Montag mitteilte, vereinbarten beide Unternehmen eine langfristige Glasfaser-Kooperation.

Bessere Netzabdeckung für Geschäftskunden

Mit der Übernahme des Glasfasernetzes in Hamburg sowie eines neu gebauten Rechenzentrums besitzt Versatel dann nach eigenen Angaben in den größten 33 deutschen Städten eigene schnelle Netze auf Glasfaser-Basis. Insgesamt umfasste das Versatel-Glasfasernetz mit Stand von April deutschlandweit rund 52.000 Kilometer.

Unter anderem gehört dazu beispielsweise ein dichtes Glasfasernetz in Berlin, das Netz in Hamburg soll auf eine ähnliche Dimension kommen. Nach Unternehmensangaben kann Versatel in Hamburg über ein Netz mit circa 93.000 Faserkilometern bzw. 1.000 Kabelkilometern verfügen. Für Versatel bedeutet der Deal eine der größten Erweiterungen des eigenen Glasfasernetzes in seiner Unternehmensgeschichte.

Versatel will seinen Geschäfts- und Wholesalekunden künftig in Hamburg, einem der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Deutschlands, eine noch bessere Netzabdeckung ermöglichen. Doch auch Telefónica wird von der Kooperation profitieren: Die Münchener sichern sich langfristig den Zugang zu Glasfaseranbindungen im Versatel-Ausbaugebiet.

Telefónica kann Basisstationen per Glasfaser anbinden

"Der Ausbau der bestehenden Kooperation ermöglicht es Telefónica, langfristig und flexibel im gesamten Glasfasernetz der Versatel UMTS- und LTE-Mobilfunkstationen mit Glasfaser anzubinden, um den Geschäfts- und Privatkunden von Telefónica eine hervorragende mobile Datennutzung bereitzustellen", erläutert René Schuster, Chef von Telefónica Deutschland. "Durch die Konsolidierung der Netze sind wir gemeinsam nun umso mehr die richtigen Partner für die wachsenden Breitbandanforderungen von Geschäftskunden sowohl im Raum Hamburg als auch deutschlandweit", betont Versatel-Chef Johannes Pruchnow.

Ganz in trockenen Tüchern ist der Kauf des Hamburger Glasfasernetzes allerdings noch nicht, die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. Falls diese grünes Licht erteilen, könne der Verkauf bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

(Jörg Schamberg)

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