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Versatel startet ADSL2+

Update: Highspeed-Internet mit bis zu 16 Mbit/s ab sofort in Berlin verfügbar. ISDN- und DSL-Anschluss inklusive Flatrate ab 69,99 Euro

Paar mit Laptop© Syda Productions / Fotolia.com
Der Breitband-Markt in Deutschland steht vor einer neuen Entwicklungsstufe. Als erster Anbieter Deutschlands gab Versatel heute bekannt, im Mai mit schnellen ADSL2+-Anschlüssen starten zu wollen. Hierzu sei von der Deutschen Telekom nun die Genehmigung erteilt worden.

Berlin als Vorreiter

Freuen können sich zunächst alle Einwohner von Berlin. Dort wird Versatel seinen Kunden über das eigene Telefon- und Datennetz Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s im Downstream und circa 800 kBit/s im Upstream zur Verfügung stellen. Ursprünglich habe man bei der Telekom eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Mbit/s beantragt, diesem Wunsch sei zunächst aber noch nicht entsprochen worden. Nach und nach soll das Versatel-Netz auch in anderen Regionen mit der schnellen ADSL2+-Technologie aufgerüstet werden. Details hierzu wurden heute noch nicht verraten.

Mit ADSL2+ sollen zweistellige Übertragungsraten auch bei einer höheren Entfernung zur Verteilerstation möglich sein. Die Höchstbandbreite von bis zu 25 Mbit/s soll auch dann noch erreicht werden können, wenn der Anschluss 1,5 Kilometer von der Verteilerstation entfernt ist. Genaue Informationen dazu, was der neue Datenturbo kosten soll, will Versatel erst am 4. Mai im Rahmen der Quartalskonferenz bekannt geben. In der Zwischenzeit soll unter anderem geprüft werden, warum seitens der Telekom nicht dem Wunsch entsprochen wurde, auch Anschlüsse mit bis zu 25 Mbit/s anbieten zu können.

Versatel fordert deutlich die Entbündelung

Mit dem neuen Geschwindigkeitsvorstoß will Versatel nach eigenen Angaben auch ein deutliches Zeichen gegenüber der Politik und Regulierung setzen. Der Carrier machte noch einmal deutlich, dass für den Standort Deutschland eine Senkung der TAL-Entgelte genauso wichtig sei wie eine Entbündelung des DSL-Anschlusses vom Telefonanschluss. Noch in diesem Jahr erwartet Versatel von der Regulierungsbehörde deutliche Signale, die in diese Richtung gehen. Update: Versatel geht an den Start

Berliner aufgepasst: Für einen Großteil der 3,4 Millionen Einwohner unserer Hauptstadt besteht ab sofort die Möglichkeit, mit bis zu 16 Mbit/s im Internet zu surfen. Zum Vermarktungsstart hat Versatel die Preise für seine beiden neuen Tarife 12000XL und 16000XL bekannt gegeben.

Demnach kostet der ADSL2+-Zugang mit 12.000 kBit/s im Downstream inklusive ISDN-Anschluss und Flatrate 69,99 Euro. Für den noch etwas schnelleren Anschluss mit 16.000 kBit/s werden monatlich 79,99 Euro in Rechnung gestellt. Die maximal mögliche Upstream-Geschwindigkeit liegt bei 600 kBit/s. Außerdem fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr in Höhe von 99,95 Euro an. Ein DSL-Modem wird kostenlos mitgeliefert.

Auch Voice-Flat

Optional erhältlich ist zudem eine Sprachflatrate. Wer unbegrenzt viele Gespräche in das deutsche Festnetz führen möchte, kann die Voice-Flat für monatlich 19,99 Euro buchen. Ohne den Pauschaltarif werden für Telefonate in das deutsche Festnetz zwischen 1,5 und 4,9 Cent pro Minute berechnet. Gespräche in die deutschen Mobilfunknetze kosten 23,2 (D-Netze) beziehungsweise 25,7 Cent (E-Netze) pro Minute.

Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate. Der Vertrag verlängert sich um weitere 12 Monate wenn nicht mit einer Frist von drei Monaten zum Vertragsende gekündet wird.

(Hayo Lücke)

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