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Versatel punktet im DSL-Geschäft

Im ersten Jahresquartal entschieden sich 60.000 neue Kunden für einen DSL-Anschluss von Versatel. Künftig will das Unternehmen durch Zukäufe und einen zügigen Netzausbau wachsen.

20.06.2006, 13:26 Uhr
DSL-Anschluss© IKO / Fotolia.com

Der Festnetz- und DSL-Provider Versatel kommt bei seinem Ziel, im Festnetzgeschäft die Nummer zwei hinter der T-Com zu werden, spürbar voran. Wie Versatel-Chef Peer Knauer der Nachrichtenagentur dpa sagte, konnte die Zahl der DSL-Kunden im ersten Quartal 2006 um 60.000 auf rund 340.000 gesteigert werden.
Stolz auf eigenes Netz
Für Knauer ist es dabei wichtig, dass keiner dieser Kunden über einen DSL-Resale-Vertrag der T-Com online geht. "Alle Kunden laufen über unser eigenes Netz", betonte Knauer. Versatel verspreche sich davon einen höheren Ergebnisbetrag. Für dieses Jahr rechne das Unternehmen mit einem Umsatz von 700 Millionen Euro nach 560 Millionen Euro im Jahr 2005.
Bis zum Jahresende will Versatel auch einen Kundenbestand von einer halben Million DSL-Kunden blicken können. Möglicherweise könnte die Kundenzahl aber noch deutlich schneller steigen. Versatel ist wie einige Wettbewerber an einer Übernahme des Breitbandgeschäfts von AOL Deutschland interessiert. Dort stehen etwa 1,1 Millionen DSL-Nutzer unter Vertrag. In diesem Jahr könnten wir ein oder zwei Unternehmen erwerben" so Knauer.
Zügiger Netzausbau geplant
Versatel plane aber auch, die eigene Netzinfrastruktur auszubauen. Bis Ende des Jahres sei geplant, eine Abdeckung von 35 bis 40 Prozent zu erreichen. Derzeit decke Versatel erst 20 Prozent Deutschlands mit eigenen Telefon- und Internet-Leitungen ab. Für den Ausbau und die Zukäufe stehen nach Angaben des Versatel-Chefs rund eine Milliarde Euro bereit. Bei interessanten Akquisitionsmöglichkeiten könne die Summe aber auch höher liegen. Im Fokus von Versatel stünden vor allem Regionalanbieter wie die Kölner Netcologne.

(Hayo Lücke)

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