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Verleger wehren sich gegen "T-Com-Liga"

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sieht in der Umbenennung "eine Form von Schleichwerbung" und will sich dagegen zur Wehr setzen.

10.06.2006, 18:09 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Auf Widerstand in der Medienlandschaft stößt die Vergabe der Fußball-Bundesliga-Namensrechte an die Telekom. So wollen sich laut "Spiegel" etwa die Zeitungsverleger die mögliche Bezeichnung "T-Com-Liga" nicht vorschreiben lassen. "Wenn hier versucht werden sollte, Druck auf die Redaktionen auszuüben, bei der Berichterstattung über die Bundesliga einen Firmennamen zu nennen, dann werden wir uns dagegen zur Wehr setzen", kündigte der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger, Hans Joachim Fuhrmann, an.
Gegen Schleichwerbung
Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger sehe in der Umbenennung "eine Form von Schleichwerbung, die wir unseren Journalisten nicht empfehlen", sagte Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Auch in den ARD-Chefetagen sei "einigen unwohl bei dem Gedanken, dass in der Sportschau über irgendwelche Telekom-Ligen" berichtet werden solle, heißt es in dem Bericht weiter.
In den Rechteverträgen mit der Deutschen Fußball-Liga hat die ARD der Vergabe der Namensrechte zwar prinzipiell zugestimmt, allerdings unter der Bedingung, dass konkurrierende TV-Veranstalter ausgeschlossen werden. Mit ihrem neuen Internet-Fernsehen IP-TV in Kooperation mit Premiere unter dem Namen "T-Home" entwickele sich die Telekom in diese Richtung. "Wir werden das genau prüfen", heißt es in ARD-Kreisen.
Offiziell hatte die Telekom vergangene Woche nur die Option auf eine Umbenennung ab übernächster Saison erworben.

(Hayo Lücke)

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