News

Verkaufsverbot droht für Motorola Moto X und Moto G - auch Moto Maker betroffen

Das Landgericht Mannheim hat in einem Urteil festgestellt, dass Motorola ein Patent für "Laser Direct Structuring" verletzt, das von der LPKF Laser & Electronics AG gehalten wird. Jetzt droht ein Verkaufsverbot für Motorola-Smartphones in Deutschland.

10.07.2014, 13:16 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Das Landgericht Mannheim hat in einem Urteil festgestellt, dass Motorola ein Patent für "Laser Direct Structuring" verletzt, das von der LPKF Laser & Electronics AG gehalten wird. Jetzt droht ein Verkaufsverbot für Motorola-Smartphones in Deutschland. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Komplexe Antennen im Kunststoffgehäuse

Demnach dürften Motorola Deutschland und Motorola Mobility USA keine Mobiltelefone mehr in Deutschland verkaufen. Zudem müssten alle bereits ausgelieferten Geräte von den Händlern zurückgeholt werden. LPKF stehe zudem Schadenersatz zu.

Das deutsche Unternehmen stellt Maschinen her, mit denen sich komplexe Antennen kostengünstig in Kunststoffgehäusen einsetzen lassen - zum Beispiel wenn diese gebogen sind. Per Laserstrahl wird dafür der notwendige Platz im Plastik geschaffen. Das Verfahren wird "Laser Direct Structuring" genannt.

Verkaufsverbot könnte zurückschlagen

Motorola hat laut Urteil für die Produktion Maschinen genutzt, die dieses Patent verletzten. Betroffen sind offenbar unter anderem die Smartphones Moto X und Moto G sowie per Moto Maker personalisierte Moto-X-Geräte. Ihnen droht nun das Verkaufsverbot.

LPFK muss allerdings noch entscheiden, ob dieses Verkaufsverbot auch durchgesetzt werden soll. Wenn Motorola in einer höheren Instanz rechtskräftig gewinnt, drohen dem Unternehmen Schadensersatzforderungen. Es ist nicht unüblich, dass Patentstreitigkeiten letztlich außergerichtlich beigelegt werden.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang