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Verizon: Sinkende Umsätze trotz starkem Mobilfunk

Der US-Telekommunikationskonzern ist durch die Übernahme von Alltel zur Nummer Eins auf dem US-Mobilfunkmarkt geworden. Die Wirtschaftskrise belastet aber das Festnetzgeschäft.

29.07.2009, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Der US-Telekomkonzern Verizon Communications hat im zweiten Quartal trotz wachsender Umsätze im Mobilfunkgeschäft weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich sank der Gewinn unter anderem wegen höheren Ausgaben für die Altersvorsorge und Kosten im Zusammenhang mit der Alltel-Übernahme um 7,2 Prozent auf 3,16 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dabei hat Verizon seine Umsätze dank der Übernahme des kleineren Konkurrenten Alltel um rund elf Prozent auf 26,86 Milliarden Dollar steigern können.
Verizon Nummer Eins auf dem US-Mobilfunkmarkt
Verizon - mit seiner Mobilfunk-Sparte Verizon Wireless - ist mit der Übernahme von Alltel zur Nummer eins auf dem US-Mobilfunkmarkt aufgestiegen. Bis Ende Juni steigerte das Unternehmen die Zahl seiner Mobilfunkkunden um knapp ein Drittel auf 87,7 Millionen. Die Integration von Alltel laufe nach Plan, hieß es. Die Hälfte der übernommenen Kunden seien bis Mitte Juli bereits auf die neuen Abrechnungssysteme geschaltet worden.
Wirtschaftskrise drückt auf das Festnetzgeschäft
Im Festnetzgeschäft spürte Verizon die Auswirkungen der Wirtschaftskrise deutlicher, da sich vor allem Geschäfts- und Großkunden zurückhielten. Ein leichter Umsatzanstieg bei den Privatkunden konnte diesen Rückgang nicht wettmachen. Weltweit bemühen sich Telekomkonzerne, sinkende Preise für herkömmliche Telefongespräche und Internetflatrates mit neuen Produkten rund um Internet und Breitband auszugleichen.
In den nächsten zwölf bis 18 Monaten sollen die Kosten in der Festnetzsparte deutlich sinken, wie Finanzvorstand John Killian am Montag in einer Telefonkonferenz ankündigte. Rund 8.000 Stellen sollen wegfallen - das entspricht etwa drei Prozent der Beschäftigten. Verizons Wettbewerber Sprint Nextel und AT&T hatten bereits Anfang des Jahres wegen der Rezession den Abbau Tausender Jobs angekündigt. Verizon hatte zuletzt im Herbst vergangenen Jahres 2.700 Jobs gestrichen - ebenfalls in der Festnetzsparte.

(Jörg Schamberg)

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