Weniger UMTS-Stationen

Verivox: Kunden ohne LTE-Vertrag droht künftig schlechtere Versorgung

Weniger als die Hälfte der Mobilfunknutzer in Deutschland nutzt bislang den schnellen Mobilfunkstandard LTE. Doch im Zuge der Umrüstung werden viele Mobilfunkstationen von UMTS auf LTE umgestellt. Das hat Folgen für Nutzer ohne LTE-Tarif.

Mobiles Internet 5G© Sikov / Fotolia.com

Heidelberg – Die Mobilfunknetzbetreiber bieten derzeit noch bei der Auktion der Bundesnetzagentur um die Frequenzen für den kommenden Mobilfunkstandard 5G. Doch wie sieht es eigentlich mit der Nutzung des aktuellen Standards LTE aus? Laut Vergleichsportal Verivox, das sich auf aktuelle Zahlen der Bundesnetzagentur beruft, waren Ende 2018 nur 46,98 Prozent der 107,5 Millionen aktiv genutzten SIM-Karten auf LTE-Basis. Damit wurde LTE von weniger als der Hälfte aller Mobilfunkkunden in Deutschland genutzt.

Immer häufiger nur noch GSM nutzbar für Kunden ohne LTE

Das Problem: Immer mehr Mobilfunkstationen werden vom Vorgängerstandard UMTS auf den schnelleren LTE-Standard umgestellt. Sprich: Die UMTS-Abdeckung geht zugunsten von LTE zurück. Für Kunden ohne LTE-Vertrag bedeute dies jedoch an Standorten mit reinen LTE-Frequenzen eine schlechtere Mobilfunkversorgung, da sie in dem Fall nur noch den langsamen GSM-Standard nutzen könnten.

Voraussichtlich im kommenden Jahr werde UMTS in immer mehr Regionen abgeschaltet. Für mobiles Internet lasse sich LTE weiter nutzen, GSM werde für den Versand von SMS-Nachrichten und als Fallback-Lösung für die Telefon-Grundversorgung weiterhin angeboten.

Funklöcher bleiben auch bei 5G

Verivox kritisiert, dass die festen Ausbauquoten und Mindestgeschwindigkeiten für die Netzbetreiber beim Aufbau der 5G-Netze sich nur auf die Haushaltsbasis beziehen – und nicht auf die Fläche. In dünn besiedelten Regionen dürfte es somit weiter Funklöcher geben.

Wer nicht zunehmend bei mobilem Internet abgehängt werden möchte, sollte sich überlegen, zu einem LTE-Tarif zu wechseln. Bei der Suche nach einem passenden Tarif hilft unser Mobilfunk-Tarifrechner.

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Jörg Schamberg

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