Datendiebstahl, Malware & Co.

Verivox: Das sind die größten Sorgen der Deutschen im Internet

Wofür fürchten sich die deutschen Internetnutzer am meisten? Das wollte das Vergleichsportal Verivox im Rahmen einer Umfrage wissen. Von manchen Internet-Phänomenen sind jüngere Nutzer deutlich stärker betroffen.

Jörg Schamberg, 27.12.2019, 10:56 Uhr
Datensicherheit© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Von Cyber-Mobbing, Hasskommentaren oder Online-Betrug sind junge Menschen unter 30 Jahren in Deutschland deutlich häufiger betroffen als ältere Internetnutzer. Unabhängig vom Alter sehen die Befragten Datendiebstahl und Schadsoftware als größte Bedrohungen im Web an. Das geht aus einer repräsentativen Innofact-Umfrage hervor, für die im Auftrag des Tarife-Vergleichsportals Verivox im Dezember 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 18 Jahren befragt worden waren.

Deutsche sorgen sich um persönliche Daten im Netz

Am meisten fürchten die Bundesbürger den Diebstahl persönlicher Daten wie etwa Kontodaten: 53 Prozent der Befragten gaben dies als größte Sorge an. Knapp dahinter (51 Prozent) folgt die Furcht vor einer Infizierung der eigenen Geräte mit Schadsoftware wie Viren und Trojaner. 44 Prozent der befragten Internetnutzer haben laut der Umfrage Angst vor Identitätsmissbrauch. Die Sorge, Opfer von Online-Betrug etwa durch gefälschte Bestellseiten zu werden, nannten immerhin noch 35 Prozent.

Sowohl bei jungen und älteren Befragten, unabhängig von Geschlecht und Einkommen, rangierten Sorgen vor Internet-Phänomenen wie Cyber-Mobbing, Fake News, Trolle oder Hasskommentare eher weiter hinten. Junge Menschen bis 29 Jahren seien laut Verivox häufiger persönlich betroffen von solchen Bedrohungen als ältere Nutzer.

Ungewollte pornografische Inhalte und Online-Betrug betrifft junge Nutzer häufiger

Während von Spam-Mail 70 Prozent der Befragten schon mal betroffen waren, sahen sich nur 18 Prozent ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert. Hier gibt es jedoch einen großen Unterschied in Hinblick auf das Alter der Befragten. 45 Prozent der jungen Menschen von 18 bis 29 Jahren hatte angegeben, davon schon einmal betroffen gewesen zu sein. Bei den 50- bis 69-Jährigen waren es lediglich acht Prozent. Mit Online-Betrug waren Jüngere ebenfalls deutlich häufiger persönlich konfrontiert: 30 Prozent der bis 29-Jährigen gaben dies an, aber nur 15 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 14 Prozent der Befragten im Alter von 50 bis 69 Jahre.

Junge Menschen haben Cyber-Mobbing und Erpressung mit sexuellen Inhalten wie Nacktfotos mehr als dreimal so oft erlebt wie die beiden älteren Altersgruppen. Die sogenannten Millennials sind zudem um über 67 Prozent häufiger als die beiden älteren Gruppen von Hasskommentaren betroffen.

Sorgen weichen stark vom eigenen Erleben ab

Die Befragung zeigt aber auch: Unabhängig vom Alter würden sich viele der befragten Personen vor Bedrohungen fürchten, vor denen sie bislang in der Praxis noch nicht persönlich betroffen waren. 44 Prozent hätten beispielsweise Angst vor einem Identitätsmissbrauch, selbst erlebt hätten dies bislang aber nur 8 Prozent.

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