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Verfassungsschutzpräsident warnt vor Gefahren durch Internet der Dinge

Der Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen sieht neue Gefahren für die Gesellschaft durch das Internet der Dinge. Eine Befürchtung: Selbstfahrende Autos könnten Jagd auf Fußgänger machen.

Internet der Dinge IoT© Deutsche Telekom AG

Berlin - Die zunehmende Vernetzung alltäglicher Geräte und Maschinen mit dem Internet birgt nach Worten von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen erhebliche Risiken. Das Internet der Dinge vergrößere die Angriffsfläche der Gesellschaft erheblich, warnte Maaßen am Mittwoch auf dem Europäischen Polizeikongress in Berlin.

Reale Gefahrenpotenziale

"Selbstfahrende Autos, die durch Manipulation Jagd auf Passanten machen können, oder mit dem Internet verbundene Herzschrittmacher, die man auszuschalten droht, falls Lösegeldforderungen nicht erfüllt werden, sind kein bloßer Alptraum, sondern können reale Gefahrenpotenziale sein."

Maaßen sieht zu wenig Schutz

Die Gesellschaft trete bei der Digitalisierung "das Gaspedal durch, ohne sich vorher über die Wirksamkeit einer Bremse vergewissert zu haben", sagte Maaßen. "Wir sind verwundbar an einem Ort, wo wir keine Befehlsgewalt haben und wir sind verwundbar durch Personen, die wir kaum identifizieren und dingfest machen können.

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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