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Verdi will Telekom an Job-Auslagerungen hindern

Vor Beginn der Verhandlungen mit der Telekom hat die Gewerkschaft Verdi nochmals den Verzicht auf die geplante Auslagerung von 50.000 Beschäftigten gefordert.

22.03.2007, 14:48 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Vor Beginn der Verhandlungen mit der Geschäftsführung der Telekom hat die Gewerkschaft Verdi nochmals den Verzicht auf die geplante Auslagerung von 50.000 Beschäftigten in eine neue Service-Gesellschaft gefordert. Diese Auslagerung sei unsinnig und unnötig, sagte Verdi-Vorstandsmitglied Lothar Schröder im RBB. Sie werde den Service im Unternehmen nicht verbessern und diesem deshalb auch nicht weiter helfen. Die Verhandlungen beginnen am Nachmittag.
Mehr Arbeit, weniger Lohn
Die Telekom will die Arbeitszeit der Beschäftigten in der neuen Servicegesellschaft von derzeit 34 Stunden wöchentlich auf "mindestens" 38 Stunden verlängern. Der Lohn soll "schrittweise" gesenkt und so dem Niveau der Wettbewerber angenähert werden. Schröder sagte im RBB, Kosten dürften nicht zu Lasten der Beschäftigten eingespart werden.
Die Mitarbeiter der Telekom, die jetzt betroffen seien, hätten vor drei Jahren in einem Beschäftigungsbündnis auf 6,7 Prozent ihres Gehalts verzichtet, um Beschäftigung im Konzern zu halten und dem Unternehmen aus einer schwierigen Lage zu helfen. "Und diesen Beschäftigten soll jetzt wieder in den Geldbeutel gefasst werden. Man wirft ihnen sogar öffentlich vor, sie würden zu kurz arbeiten, obwohl sie große Teile ihrer Arbeitszeit aus der eigenen Tasche finanziert haben. Das ist völlig unsinnig und wird die Gegenwehr der Beschäftigten finden."
Diese Gegenwehr könnte auch ein Streik sein: "Wenn Sie Tarifpolitik machen, dürfen Sie Streiks niemals ausschließen", sagte Schröder im RBB. Dies sei allerdings das letzte Mittel.

(Denise Bergfeld)

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