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Verdi will an der Basis für Telekom-Einigung werben

Der Kompromiss im Streit um die Auslagerung von 50.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom sorgt bei den Betroffenen offenbar für solchen Unmut, dass Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder nun in einer bundesweiten Info-Tour an der Basis für das Ergebnis werben will.

21.06.2007, 17:01 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Der Kompromiss im Streit um die Auslagerung von 50.000 Beschäftigten der Deutschen Telekom sorgt bei den Betroffenen offenbar für solchen Unmut, dass Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder nun in einer bundesweiten Info-Tour an der Basis für das Ergebnis werben will. "Es wird keinen Eingriff ins Portemonnaie der Beschäftigten geben", erklärte Schröder am Donnerstag noch einmal.
Kürzungen werden abgefedert
Die Große Tarifkommission von Verdi hatte dem Kompromiss am Mittwoch zwar zugestimmt. Das letzte Wort haben Ende kommender Woche aber die Beschäftigten in einer Urabstimmung. Die Einigung mit der Telekom sieht vor, dass rund 50.000 Service-Mitarbeiter ab 1. Juli für weniger Geld vier Wochenstunden länger arbeiten. Die Gehälter der Beschäftigten werden schrittweise um 6,5 Prozent gekürzt.
Bis Ende 2010 federt die Telekom diesen Einkommensausfall aber ab: In den ersten 18 Monaten ab Juli erhalten die Beschäftigten einen vollen Ausgleich, der bis Ende 2010 dann auf einen Zuschuss von einem Drittel sinkt. Die sinkende Ausgleichszahlung will Verdi durch Lohnerhöhungen in künftigen Tarifrunden kompensieren. Zudem garantiert die Telekom die Arbeitsplätze bis 2012.
Diese Bestandteile zur Entgeltsicherung sind Schröder zufolge "sehr komplex und deshalb erklärungsbedürftig". Verdi wolle deshalb die Beschäftigten "aus erster Hand" informieren, erklärte er. Dass die Einkommen sinken würden, sei "falsch", sagte er der "Netzeitung". Nur das Einkommensniveau im Verhältnis zur Arbeitszeit werde niedriger sein.

(Denise Bergfeld)

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