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Verdi weitet Streiks aus: Ausstand an fünf Amazon-Standorten

Statt den Streik bei Amazon wie angekündigt am Dienstagabend zu beenden, wurde er um einen Tag und um einen weiteren Standort ausgeweitet.

24.09.2014, 13:05 Uhr (Quelle: DPA)
Amazon© Amazon

Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Streikwelle beim Online-Versandhändler Amazon auf einen fünften Standort ausgeweitet. Am dritten Tag des Ausstands legten erstmals auch Beschäftigte im Logistikzentrum im nordrhein-westfälischen Werne die Arbeit nieder, wie Verdi am Mittwoch mitteilte.

Auch Koblenz könnte bestreikt werden

In den Versandzentren in Bad Hersfeld, Leipzig, Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) gingen die Ausstände den Angaben zufolge weiter. Die Arbeitskampfmaßnahmen sollen bis Mittwochabend dauern.

Ursprünglich hatte Verdi zu einem zweitägigen Ausstand aufgerufen. Am Dienstag kündigte die Gewerkschaft eine Verlängerung des Streiks bis Mittwochabend an. Zudem drohte Verdi mit Arbeitskampfmaßnahmen in dem für den Amazon wichtigen Weihnachtsgeschäft. Als weiterer Streikort könnte Koblenz hinzukommen.

Die Gewerkschaft versucht seit mehr als einem Jahr, den Online-Versandhändler mit Streiks an verschiedenen Standorten zu Tarifverhandlungen zu den Bedingungen des Einzelhandels zu bewegen. Amazon lehnt das jedoch ab und sieht sich selbst als Logistiker. Das Unternehmen beschäftigt an bundesweit neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter.

(Peter Giesecke)

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