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Verdi-Vorstand droht Telekom mit neuem Streik

09.09.2007, 10:44 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat der Deutschen Telekom mit neuen Streiks gedroht. "Wenn die Telekom hier mit der gleichen Rigorosität vorgeht wie sie das bei T-Service getan hat, werden wir auch mit der gleichen Härte antworten", sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Telekom-Chef René Obermann hatte jüngst angekündigt, die gesamte Geschäftskunden-Sparte T-Systems auf den Prüfstand zu stellen.
Neuer Streik droht
Im Konflikt um die neue Telekom-Gesellschaft T-Service war es zu wochenlangen Streiks gekommen. Auch ein neuer Arbeitskampf sei möglich, sagte Schröder, der auch Vize-Aufsichtsratschef der Telekom ist. "Eine Gewerkschaft kann Streiks nie ausschließen." Vor kurzem wurde bekannt, dass rund 18.000 Beschäftigte des Bereichs Enterprise Services in eine eigenständige Gesellschaft ausgelagert werden sollen. Hierfür sucht die Telekom einen Partner. Verdi will dies jedoch nur dann ohne Widerstand hinnehmen, wenn "der Schutz der Arbeitsplätze und die Konditionen der Beschäftigten sowie die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsbereiches gesichert sind", sagte Schröder.
Erst Ende Juni war ein wochenlanger Arbeitskampf um die Auslagerung von rund 50.000 Stellen in konzerneigene Servicegesellschaften unter dem Dach von T-Service mit einem Kompromiss und Jobgarantien bis 2012 beendet worden. Telekom-Kunden mussten wegen der Streiks wochenlang längere Wartezeiten in Call-Centern und Verzögerungen bei Aufträgen von Technikern hinnehmen.

(Hayo Lücke)

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