News

Verdi geht auf Konfrontationskurs mit der Telekom

Der heute seitens der Telekom vorgelegte Kompromiss-Vorschlag reiche "vorne und hinten nicht", sagte ein Verdi-Sprecher heute.

17.04.2007, 13:46 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Im Tarifstreit um die Umbaupläne bei der Telekom bleiben die Fronten verhärtet: Die Gewerkschaft Verdi wies einen Kompromissvorschlag der Konzernspitze zurück, der eine Jobgarantie bis 2010 als Ausgleich für sinkende Löhne bei der geplanten Ausgliederung von etwa 50.000 Mitarbeitern vorsieht.
Vorschlag abgelehnt
Eine Verständigung auf Grundlage des Telekom-Angebots sei ausgeschlossen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder nach Angaben eines Gewerkschaftssprechers in Bonn. Am Dienstagnachmittag wollte die große Tarifkommission von Verdi über das weitere Vorgehen der Gewerkschaft in dem Tarifkonflikt beraten.
Die Tarifparteien hatten ihre am Montag in Bonn fortgesetzten Verhandlungen in der Nacht zum Dienstag ausgesetzt. Die Telekom wertete ihr Tarifangebot als Beleg, dass der Konzern mit der Beschäftigungssicherung der Mitarbeiter Ernst mache. Die Telekom wolle mit Verdi "zeitnah" einen entsprechenden Kompromiss aushandeln.
"Reicht hinten und vorne nicht"
Dagegen bestand Verdi unverändert auf einem tariflichen Schutz der Service-Mitarbeiter bei der geplanten Ausgliederung. "Wir legen weiterhin Wert auf einen Tarifvertrag zum Auslagerungsschutz und haben die Telekom aufgefordert, mit uns darüber zu verhandeln", sagte der Gewerkschaftssprecher. Der Vorschlag der Konzernspitze reiche "vorne und hinten nicht". Die Mitglieder der Verdi-Tarifkommission wollten sich am Dienstagnachmittag in Göttingen von den Unterhändler der Gewerkschaft über den Stand der Tarifgespräche unterrichten lassen. Zu möglichen Beschlüssen des Gremiums wollte sich der Sprecher im Vorfeld nicht äußern. "Das wäre reine Spekulation."

(Hayo Lücke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang