Security

Verbraucherzentrale warnt vor Trojanern in VoD-Rechnungen

Video-on-Demand (VoD), das Streamen aktueller Filme und Serien auf den heimischen Rechner, wird immer beliebter. Da wundert es nicht, dass die Aufmerksamkeit für die Dienste genutzt wird, um ahnunglosen Internetnutzern Schadsoftware unterzujubeln.

29.04.2014, 13:01 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Video-on-Demand (VoD), das Streamen aktueller Filme und Serien auf den heimischen Rechner, wird immer beliebter. Da wundert es nicht, dass die Aufmerksamkeit für die Dienste genutzt wird, um ahnunglosen Internetnutzern Schadsoftware unterzujubeln. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (VZ-RLP) warnt vor angeblichen Video-on-Demand-Rechnungen, in denen sich ein Trojaner verbergen soll.

Den Nutzer zum Klick bewegen

Bei den Verbraucherschützern sind vermehrt Beschwerden eingegangen. Gefordert werden Beträge zwischen 29,90 Euro und 69,90 Euro. Als Vertragslaufzeit wird häufig eine Dauer von sechs Monaten angegeben. Im Anhang der E-Mail soll sich dann die Vertragsbestätigung mit einer Bankverbindung oder die Rechnung befinden.

Häufig wird auch darauf verwiesen, dass man das Angebot innerhalb einer Frist stornieren könne. Demjenigen, der weder rechtzeitig zahlt noch kündigt, wird bereits die Kostentragungsverpflichtung für das Mahnverfahren mit Verzugszinsen angedroht. All diese Formulierungen sollen den Empfänger der E-Mail dazu bewegen, den Anhang zu öffnen, in dem sich laut Verbraucherzentrale "vermutlich" ein Trojaner befindet.

Gelockt wird ohne großen Namen

"In der Regel haben die Betroffenen weder einen Vertrag über ein Abonnement abgeschlossen, noch ist eine Rechnung gerechtfertigt", sagt Martina Totz von der Verbraucherzentrale.

Eher ungewöhnlich an diesem Betrugsversuch ist, dass die Angreifer nicht vorgeben, die Mail im Namen eines bekannten Anbieters zu verschicken. Als angeblicher Vertragspartner und Absender der E-Mail wird oft die Video Center GmbH, die Video-on-Demand Center AG oder die Download Mediathek GmbH genannt.

Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Anhänge solcher Mails nicht geöffnet werden sollen. Falls dies bereits geschehen ist, sollte ein Computerfachmann zu Rate gezogen werden, um den Trojaner wieder zu entfernen. Es ist auch nicht ratsam, auf derartige E-Mails zu antworten, da dies nur bestätigen würde, dass diese Adresse von einem potentiellen Opfer abgerufen wird.

(Peter Giesecke)

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