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Verbraucherzentrale gibt Telekom letzte Frist für Ende der LTE-Drosselung auf 384 Kbit/s

Fällt nach dem Ende der Drosselung bei DSL-Flatrates der Telekom bald auch die Drosselung bei den LTE-Tarifen "Call & Surf Comfort via Funk"? Die Verbraucherzentrale Sachsen setzt der Telekom eine letzte Frist: Bis zum 15. Januar soll sich der Bonner Konzern äußern.

Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Anfang Dezember hatte die Verbraucherzentrale Sachsen die Deutsche Telekom wegen der LTE-Drosselung bei Call & Surf Comfort via Funk abgemahnt. Die Verbraucherschützer hatten die Vermarktung der LTE-Tarife durch die Telekom kritisiert. Unter anderem warb der Bonner Konzern mit einer Flatrate und mit "Surfen mit bis zu 100 Mbit/s". Während die Telekom den Begriff "Flatrate" bei den LTE-Tarifen inzwischen nicht mehr verwendet, wird LTE dagegen weiterhin gedrosselt. Die Verbraucherzentrale gibt dem Mobilfunknetzbetreiber nun eine neue, letzte Frist bis zum 15. Januar.

Telekom lenkt bei LTE-Drosselung noch nicht ein

Am 17. Dezember hatte die Telekom nach Angaben der sächsischen Verbraucherschützer eine Unterlassungserklärung wegen der Vermarktung ihrer Tarife im Internet abgegeben. Hinsichtlich der LTE-Drosselung zeigte die Telekom jedoch noch kein Einlenken, die Verbraucherschützer räumten dem Konzern zunächst eine weitere Frist bis zum 8. Januar ein.

Bislang wird der ab 34,95 Euro erhältliche LTE-Tarif Call & Surf Comfort via Funk S nach einem monatlichen Verbrauch von 10 Gigabyte Inklusivvolumen bis zum Rest des Monats auf eine Bandbreite von lediglich 384 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) gedrosselt. Call & Surf Comfort via Funk M bietet zu einem Preis ab 39,95 Euro 15 GB Inklusivvolumen, während Call & Surf Comfort via Funk L monatlich ab 49,95 Euro mit 30 GB Inklusivvolumen erhältlich ist.

"Letzter Aufruf" bis zum 15. Januar

Auch der weitere Termin ist nun verstrichen, doch die Verbraucherschützer zeigen sich noch gesprächsbereit, da die Telekom mit einem weiteren Angebot auf die Verbraucherzentrale Sachsen zugekommen sei. Die Frist sei daher um eine weitere Woche verlängert worden. In der Presseerklärung bezeichnete die Verbraucherzentrale die Verlängerung aber eindeutig als letzten Aufruf. Bis zum 15. Januar soll sich die Telekom nun endgültig zu diesem Punkt der Abmahnung der Verbraucherzentrale Sachsen äußern. Das könnte die erste große Bewährungsprobe für den neuen Telekom-Chef Timotheus Höttges werden.

Telekom unterlag bereits bei Klage wegen DSL-Drosselung

Bereits Ende Oktober unterlag die Telekom vor Gericht der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, damals aber wegen der Tempobremse bei DSL-Flatrates. Das Landgericht Köln untersagte die DSL-Drosselung. Seit dem 5. Dezember ist die Drossel-Klausel in den DSL-Tarifen der Telekom entfallen.

(Jörg Schamberg)

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