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Verbraucherschutz: Post von Nachbarschaft24.net

Das umstrittene Portal forderte bereits im vergangenen Jahr Nutzer zur Zahlung auf, jetzt erhalten die Betroffenen Post von einer weiteren Rechtsanwaltskanzlei.

Internet© rajareddy / Fotolia.com
Abofallen und andere Methoden, Internet-Nutzern Geld aus der Tasche zu ziehen, sind heutzutage fast schon an der Tagesordnung. Auch das Portal nachbarschaft24.net ist erneut bei den Verbraucherschützern in Erscheinung getreten. Wie die Verbraucherzentrale (VZ) Sachsen mitteilt, verschickt in diesen Tagen die Rechtsanwaltskanzlei Frank Michalak aus Potsdam drohende Briefe.

Portal versucht es weiter

Der Hintergrund: Wie wir berichteten, erhielten im vergangen Jahr Nutzer von nachbarschaft24.net Post von einem Bonner Anwalt-Inkassodezernat, das zur Zahlung von zumeist 60 Euro aufforderte – zum Teil samt Mahnbescheid. Wie die VZ Sachsen weiter ausführt, versuchte das Portal auch mit einer E-Mail, die eine wichtige Nachricht auf nachbarschaft24.net versprach, Nutzer anzulocken. Die anschließende Dateneingabe hatte dann aber ein Zweijahres-Abo für 216 Euro zur Folge.

Aktuell landen laut den Verbraucherschützern in den Postkästen der Betroffenen weitere Briefe, die "offensichtlich im Auftrag der "Netsolutions FZE aus Dubai" versendet werden, die die Website betreibt. Der Potsdamer Rechtsanwalt baue "eine neue Drohkulisse" auf und versuche, die Zahlungspflicht der Nutzer "mit diversen Urteilen und einem Rechtsgutachten" zu begründen, mahnen die Verbraucherschützer. Auch auf online verbreitete Falschmeldungen, die zur Verunsicherung führen, weisen die Sachsen hin.

VZ Sachsen rät: Nicht zahlen

Die Interessenvertreter bleiben allerdings bei ihrem bisherigen Standpunkt und empfehlen weiterhin, sich von den Briefen nicht einschüchtern zu lassen und die ausgewiesenen Beträge nicht zu bezahlen. Darüber hinaus habe das Amtsgericht Berlin-Mitte die Forderungen des Anbieters bereits im vergangenen Jahr als unbegründet zurückgewiesen.

(Saskia Brintrup)

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