Layer 2-Bitstrom

Vectoring: Telekom muss ab 1. November TAL-Ersatzprodukt anbieten

Die Telekom ist seit Anfang November beim Vectoringeinsatz verpflichtet, ihren Wettbewerbern ein Layer 2-Bitstromprodukt als TAL-Ersatz anzubieten. Die Bundesnetzagentur setzte daher vorläufig das geänderte Standardangebot der Telekom in Kraft.

Jörg Schamberg, 01.11.2016, 00:30 Uhr
Bundesnetzagentur Die Bonner Bundesnetzagentur hat das Standardangebot der Telekom für Layer 2-Bitstrom vorläufig in Kraft gesetzt.© Bundesnetzagentur

Bonn – Per Eilbeschluss hat die Bundesnetzagentur am Montag, 31. Oktober 2016, das geänderte und ergänzte Standardangebot der Deutschen Telekom (www.telekom.de/dsl Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) für ein Layer 2-Bitstromprodukt vorläufig in Kraft gesetzt. Dieser Schritt war quasi in letzter Minute erfolgt und erforderlich, da die Telekom im Rahmen des Vectoringeinsatzes außerhalb des Nahbereichs ihren Wettbewerbern ab dem 1. November 2016 verpflichtend ein solches Bitstromprodukt anbieten muss. Dieses soll als Ersatz für die bisherige Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL), dem entbündelten Zugang zur "letzten Meile", fungieren.

Layer 2-Bitstrom nutzt Ethernet-Technologie

In dem Standardangebot finden sich konkrete Bedingungen, zu denen Wettbewerber den Layer 2-Bitstrom-Zugang bei der Telekom erhalten können. Bislang diente ein Layer 3-Bitstromzugang auf Basis des IP-Protokolls als TAL-Ersatz. Nun soll nach Angaben der Bundesnetzagentur der Layer 2-Bitstrom mittels Ethernet-Technologie im Telekom-Netz transportiert werden. Die Bonner Regulierungsbehörde bezeichnet Layer 2-Bitstrom als "qualitativ hochwertiges Vorleistungsprodukt". Für die Wettbewerber habe das Zugangsprodukt aber zur Folge, dass diese mehr in die eigene Infrastruktur investieren müssten. Dafür sei es ihnen dann aber möglich, den Datenverkehr "weitgehend unverändert" von der Telekom übernehmen zu können und eigene Produkte für Endkunden anzubieten.

Europäische Gremien können Stellungnahme zum Entscheidungsentwurf abgeben

Den Entscheidungsentwurf für eine endgültige Regelung für das Layer 2-Standardangebot will die Bundesnetzagentur in den kommenden Tagen der Europäischen Kommission, dem Gremium Europäischer Regulierungsstellen für elektronische Kommunikation (GEREK) und den übrigen nationalen Regulierungsbehörden der EU-Mitgliedsstaaten vorlegen. Diese können innerhalb eines Monats eine Stellungnahme abgeben.

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang