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USA unterhielten Internet-Plattform auf Kuba

Bis 2012 betrieb die US-Regierung nach eigenenen Angaben eine Art "Twitter-Plattform" auf Kuba. Es habe sich aber nicht um ein Geheimdienstprojekt, sondern um ein Programm des US-Entwicklungsdienstes USAID gehandelt.

04.04.2014, 18:16 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben eine Art "Twitter-Plattform" auf Kuba unterhalten. Ziel des 2012 eingestellten Programms "Zunzuneo" sei es gewesen, Kubanern besseren Zugang zu Informationen zu verschaffen und "die Zivilgesellschaft zu stärken", sagte Regierungssprecher Jay Carney am Donnerstag im Weißen Haus.

Weißes Haus: Kein Geheimdienstprojekt

Er reagierte damit auf einen Exklusivbericht der Nachrichtenagentur Associated Press (AP), der von einem Versuch der Regierung von Präsident Barack Obama sprach, politische Unruhe auf Kuba zu schüren und die kommunistische Regierung zu destabilisieren. Carney sagte, es habe sich um ein Programm des US-Entwicklungsdienstes USAID gehandelt, nicht um eine Operation des Geheimdienstes. "Die Annahme, dass dies ein Geheimprogramm war, ist falsch."

Ähnlich äußerte sich auch der USAID. Es sei auch Aufgabe, dabei zu helfen, dass Kubaner ungehindert an Information gelangen. "Zweck des Zunzuneo-Programms war es, eine Plattform zu schaffen, damit Kubaner unter sich freier sprechen konnten." Kubaner berichteten, es habe sich um einen Internet-Chat gehandelt. "Es war wie ein Server, der Dir eine Nachricht an das Handy geschickt hat", berichtete ein junger Mann. Die Webseite sei aber nicht mehr aktiv.

Offenbar hatte bereits Präsident Raúl Castro öffentlich darauf hingewiesen. Er hatte im Januar von "Versuchen" aus dem Ausland gesprochen, auf Kuba "auf subtile Art, Plattformen neoliberalen Denkens einzuführen". Konkrete Hinweise gab er aber nicht.

(Jörg Schamberg)

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