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USA: Spammer droht langjährige Haftstrafe

Die Vereinigten Staaten fahren einen harten Kurs gegen Spam-Versender. Einem 20-Jährigen drohen nun bis zu 50 Jahre Haft.

04.11.2005, 14:44 Uhr
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Die US-Justiz geht in einem Musterverfahren gegen einen Computer-Hacker vor, der mit einer Flut von unerwünschten E-Mails Internet-Nutzer belästigt, 400.000 Computer verseucht und dabei ordentlich Kasse gemacht haben soll. Der 20-jährige Jeanson Ancheta soll nach Angaben der Justizbehörden von Los Angeles unter anderem den Rechner des US-Marine-Zentrums Naval Air Warfare in China Lake im Bundesstaat Kalifornien attackiert haben.
Spam verhielt sich wie Trojaner
Ancheta soll für seine Spam-Verbreitung Botnetze aufgebaut und sie gegen Bezahlung an andere Personen vermietet haben. Die Spam-Nachrichten Anchetas drangen laut Anklage in Computer ein und nutzen deren Rechnerleistung, um weitere Anlagen zu attackieren. Bezeichnenderweise nutzte der Hacker den Code-Namen "Trojan Horse" (Trojanisches Pferd). Ancheta soll Nutzern einerseits die Möglichkeiten zur Versendung von Spam, gleichzeitig aber auch Mittel zur Abwehr von Spam-Attacken zum Verkauf angeboten haben.
Richtig abkassiert
Mit seinen "Spam-Angeboten" verdiente Ancheta etwa 60.000 Dollar, das sind umgerechnet rund 50.000 Euro. Im Falle eines Schuldspruchs in allen Anklagepunkten muss der Angeklagte nach Angaben der Justizbehörden nun mit einer Haftstrafe von bis zu 50 Jahren rechnen.

(Denise Bergfeld)

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