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USA: Flugbegleiter-Gewerkschaft möchte Nutzung von Smartphones wieder verbieten

Seit letztem Jahr dürfen Fluggäste in den USA ihre Smartphones oder Tablets bei Start und Landung eingeschaltet lassen. Weil die Geräte umherfliegen könnten und von Sicherheitshinweisen ablenken, möchte die Gewerkschaft der US-Flugbegleiter die Nutzung der Geräte nun wieder verbieten.

12.10.2014, 14:01 Uhr
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Nachdem in den USA seit letztem Jahr die Nutzung von Smartphones und anderen elektronischen Geräten bei Start und Landung gestattet war, fordert die Gewerkschaft der US-Flugbegleiter laut der Tech-Seite curved.de nun wieder ein Nutzungsverbot.

Angebliche Gefahr für Passagiere und Crew

Die 60.000 Mitglieder umfassende Organisation wirft der US-amerikanischen Bundesluftfahrtbehörde FAA vor, die Richtlinie zur Nutzung von elektronischen Geräten ohne Anhörung externer Stimmen geändert zu haben. Elektronische Geräte könnten bei Turbulenzen durch das Flugzeug fliegen und Passagiere und Bordpersonal verletzen.

Laut FAA geht allerdings von solchen Geräten keine größere Gefahr aus, als von Büchern oder ähnlichen Gegenständen. Ein weiterer Kritikpunkt der Gewerkschaft ist die fehlende Aufmerksamkeit für Sicherheitshinweise durch die Nutzung von elektronischen Geräten.

Gewerkschaft gibt sich siegessicher

Die Vereinigung der Flugbegleiter ist davon überzeugt, dass die FAA ihrem Antrag stattgibt und die Nutzung von elektronischen Geräten wieder verbietet. Auch mit der Vorschrift, Geräte nur bei Start und Landung sicher zu verstauen, wären die Flugbegleiter schon zufrieden.

In Deutschland ist die Nutzung seit März auch bei Start und Landung gestattet. Europaweit hat die zuständige Luftfahrtbehörde EASA zudem eine Nutzung ohne Flugmodus gestattet, die Entscheidung trägt in diesem Fall aber die jeweilige Fluggesellschaft.

(Falko Kuplent)

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