News

US-Studenten verklagen Google wegen "Apps for Education"

Vor dem US-Bezirksgericht in San Jose haben Studenten gegen Googles Praxis geklagt, die E-Mails, die sie über "Google Apps for Education" erhalten und verschicken, nach Stichworten zu scannen und zu speichern. Sie sehen darin ihre Privatsphäre verletzt.

01.05.2014, 10:01 Uhr
Google© Google

Vor dem US-Bezirksgericht in San Jose haben Studenten gegen Googles Praxis geklagt, die E-Mails, die sie über "Google Apps for Education" erhalten und verschicken, nach Stichworten zu scannen und zu speichern. Sie sehen darin ihre Privatsphäre verletzt. Dies berichtet Orange County Register.

Viele Hochschulen setzen auf Google

Viele Hochschulen und andere Bildungseinrichtungen in den USA bieten ihren Schüler und Studenten nicht mehr E-Mail-Adressen an, die auf den eigenen Servern liegen und von eigenen Administratoren betreut werden, sondern von Google. Als Gegenzug dafür, dass sich eine Universität für "Google Apps for Education" entscheidet, schafft Google oft neue Computer-Arbeitsplätze.

Anders als beim herkömmlichen Gmail-Angebot wird bei "Google Apps for Education" keine Werbung geschaltet. Die Studenten stören sich aber daran, dass Google dennoch diesen Algorithmus anwendet und die E-Mails nach Stichwörtern durchsucht. Konkret fürchten sie, dass auch Themen, über die sie sich im Rahmen des Studiums austauschen, Teil eines langfristig angelegten Profils werden könnten.

E-Mail-Scan lässt sich nicht abschalten

Google erwidert, dass diese Praxis bekannt sei und jeder einzelne Student den Bedingungen bei seiner Anmeldung zugestimmt habe. Die E-Mails der Studenten würden gescannt und indexiert, um Funktionen wie Rechtschreibprüfung und Spamschutz anbieten zu können. Dies ließe sich auch nicht abschalten.

Laut Google nutzen 30 Millionen Studenten und Lehrer "Apps for Education". Das Paket umfasst neben einem E-Mail-Konto auch einen Kalender, Office-Anwendungen und eine Online-Festplatte.

(Peter Giesecke)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang