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US-Militär verbietet "YouTube" und "MySpace"

US-Soldaten dürfen künftig nicht mehr auf populäre Internetseiten wie "YouTube" oder "MySpace" zugreifen. Die Computernetzwerke des US-Verteidigungsministeriums sollen nicht durch zu große Datenmengen lahmgelegt werden.

17.05.2007, 13:46 Uhr
Video© Thomas Pajot / Fotolia.com

US-Soldaten dürfen künftig von ihren Dienstcomputern aus nicht mehr auf populäre Internetseiten wie "YouTube" oder "MySpace" zugreifen. So solle verhindert werden, dass die Computernetzwerke des US-Verteidigungsministeriums durch zu große Datenmengen lahmgelegt würden, sagte ein Ministeriumssprecher am vergangenen Montag.
Netzwerk geht vor
Allerdings sei das Verbot auch eine Vorsichtsmaßnahme, damit nicht versehentlich Viren oder Spionage-Software auf Computer des US-Militärs heruntergeladen würden. "Wir müssen sicherstellen, dass das Netzwerk verlässlich arbeitet", sagte Sprecher Jeffrey Gordon der Nachrichtenagentur AFP.
Auf Websites wie "YouTube" oder "MySpace" können Besucher beispielsweise Videoclips oder Bilder herauf- und herunterladen, wobei jedes Mal große Datenmengen transportiert werden. Im Irak und in Afghanistan stationierte US-Soldaten nutzen die Möglichkeit gerne, um ihren Freunden und Familien zu Hause - oder auch unbekannten Internetnutzern - von ihrem Alltag während der Militäreinsätze zu berichten. Zwar dürfen die US-Soldaten von ihren privaten Computern weiter diese Internetseiten nutzen, in den Einsatzgebieten haben sie meist jedoch nur über die Militärcomputer einen Zugang zum Internet.

(Denise Bergfeld)

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