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US-Händler verweigern Zahlungen per Apple Pay

Als Reaktion auf den neuen Bezahldienst Apple Pay, der vor einer Woche in den USA gestartet ist, haben zahlreiche Händler die NFC-Funktion an ihren Kassen deaktiviert. Sie wollen im nächsten Jahr ein Konkurrenzangebot anbieten.

27.10.2014, 14:31 Uhr
Apple© Apple

Die Technik ist da, aber sie wird nicht genutzt. Als Reaktion auf den neuen Bezahldienst Apple Pay, der vor einer Woche in den USA gestartet ist, haben zahlreiche Händler die NFC-Funktion an ihren Kassen deaktiviert. Sie wollen im nächsten Jahr ein Konkurrenzangebot anbieten. Dies berichtet das US-Blog The Verge.

Boykott der großen Handelsketten

Bei der Vorstellung war Apple Pay recht positiv aufgenommen worden. Sämtliche großen Kreditkarten-Anbieter unterstützen den Bezahldienst, da sie hoffen, ihren Gesamtumsatz darüber steigern zu können. Es fehlen lediglich die Händler. Apple listet auf seiner Website gerade einmal 34 Partner.

Einige große Handelsketten haben sich nicht nur dieser Partnerschaft verweigert, sondern auch gleich die NFC-Funktion an ihren Kassen deaktiviert - darunter Walmart, KMart, BestBuy, 7-Eleven, Rite Aid und CVS.

CurrentC verzichtet auf Kreditkarten

Der Kunde soll sich erst gar nicht daran gewöhnen, kontaktlos zu bezahlen, denn die meisten dieser Händler stehen hinter dem Bezahldienst CurrentC, der 2015 starten soll. Von dem Boykott betroffen sind deshalb auch andere Anbieter, die die NFC-Technik nutzen - darunter Google Wallet.

CurrentC ist jedoch nicht einfach nur ein weiterer Bezahldienst, der bloß den Namen der Händler trägt wie eine Kundenkarte, er unterscheidet sich auch in einem wichtigen Punkt: Die Kreditkarten-Anbieter werden als Mittelsmänner ausgeschaltet. Anders als üblich rechnen die Händler dann mit den Kunden direkt ab.

Wenn sich CurrentC durchsetzt, würde dies den Markt der Bezahldienste, auf dem Apple Pay lediglich aufsetzt, grundlegend verändern. Die Revolution würde von Walmart angeführt, nicht vom iPhone-Erfinder.

(Peter Giesecke)

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