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US-Behörde stoppt Gen-Selbsttests von US-Firma 23andme

Die von der Ehefrau von Google-Mitbegründer Sergey Brin gegründete Firma 23andMe trat mit dem Ziel an, jedem das Wissen über seine Erbkrankheiten mit Hilfe günstiger Selbsttest-Sets zugänglich zu machen. Doch jetzt stoppen US-Behörden das Start-up wegen fehlender Zulassungen.

26.11.2013, 18:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Die von der Ehefrau des Google-Mitgründers Sergey Brin gestartete Gentest-Firma 23andMe muss vorläufig den Betrieb einstellen. Die Lebensmittel- und Pharmabehörde FDA untersagte den weiteren Verkauf ihrer Selbsttest-Sets, weil sie nicht die erforderlichen Zulassungen bekommen hätten. Daher gebe es keine Sicherheit, dass die Test-Ergebnisse korrekt seien, wie aus einem FDA-Brief an 23andMe hervorgeht.

Fehldiagnosen befürchtet

Die Behörde befürchtet deshalb Fehldiagnosen, die einerseits Menschen mit erhöhtem Risiko von Erbkrankheiten falsche Sicherheit geben - und andererseits ungefährdete Kunden zu kostspieligen oder gefährlichen Behandlungen verleiten könnten. Es gebe keine Sicherheit, dass die Selbsttest-Sets das korrekte Ergebnis anzeigten, betonte die FDA. Die Behörde räumte den Unternehmen eine Frist von 15 Tagen ein, um Fragen der FDA zu beantworten und auf die Vorwürfe zu reagieren. 23andMe erklärte, man werde in vollem Umfang mit der FDA kooperieren, um auf die Bedenken einzugehen.

23andMe verkauft in den USA einen Speicheltest für 99 Dollar. Gründerin und Chefin der Firma ist Anne Wojcicki, Ehefrau des Google-Mitgründers Sergey Brin. Er hatte bei sich selbst mit Hilfe von 23andMe ein erhöhtes Parkinson-Risiko festgestellt. Ein Ziel von 23andMe ist, aus den Ergebnissen eine umfassende Datenbank zur besseren Erkennung der Erbgut-Risiken aufzubauen. Wojcicki und Brin leben inzwischen getrennt, sind aber nicht geschieden.

(Jörg Schamberg)

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