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Urteil: Autofahrer dürfen nichts aufs Handy blicken

Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken hat einen Autofahrer verurteilt, der während der Fahrt sein Handy in die Hand genommen und die Uhrzeit abgelesen hat. Dies verstoße bereits gegen die Straßenverkehrsordnung, so die Richter.

19.12.2014, 14:16 Uhr
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Das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken hat einen Autofahrer verurteilt, der während der Fahrt sein Handy in die Hand genommen und die Uhrzeit abgelesen hat. Dies verstoße bereits gegen die Straßenverkehrsordnung, so die Richter. (Az.: 1 Ss 1/14)

Handy woanders hinlegen erlaubt

Dort ist die Handynutzung bei laufendem Motor untersagt. Zuwiderhandlung wird mit einem Bußgeld bestraft. Laut Gericht ist allerdings schon der Blick auf das Handy als Nutzung anzusehen. Es wurde im Urteil aber auch eine Grenze gezogen: Das Handy in die Hand zu nehmen und an einem anderen Platz wieder abzulegen, sei keine Nutzung und daher straffrei.

In der Vergangenheit haben sich andere Gerichte schon mit ähnlichen Fällen beschäftigt. Dort wurde meist das mehrmalige Tippen auf der Tastatur oder dem Touchscreen untersagt, während die einmalige Annahme eines Telefonats oder auch das Wählen per Kurzwahl erlaubt wurde.

Im vorliegenden Fall hatte ein Autofahrer gegen seinen Bußgeldbescheid Einspruch eingelegt und bereits in der ersten Instanz vor dem Amtsgericht verloren.

(Peter Giesecke)

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