News

Upload mit drin: T-DSL via Sat Flat für 79,95 Euro

Eine kleine Sensation ist geschehen. Die DTAG bietet ab sofort Breitband-Internet via Satellit inklusive Rückkanalkosten an. Die Wiedergeburt der Schmalbandflatrate?

Notebook© Roman Hense / Fotolia.com
Es ist schon eine kleine Sensation, was die Deutsche Telekom jetzt auf den Markt bringt: Eine echte Flatrate für T-DSL via Satellit. Der Downstream erfolgt über den Himmelskörper, der Upload über das Festnetz. Deutschland hat somit endlich wieder eine Schmalbandflatrate - auf den ersten Blick.

Alles drin beim DSL via Satellit

Zum monatlichen Festpreis von 79,95 Euro können Sat-Bestandskunden ab sofort im gesamten Bundesgebiet breitbandig auf dem Datenhighway surfen - Neukunden erhalten ab April die Möglichkeit, das Produkt zu buchen. Zu den monatlichen Kosten kommt eine einmalige Schaltgebühr in Höhe von 99 Euro hinzu. Die Daten landen über den ASTRA-Satelliten mit 1024 Kilobit pro Sekunde auf dem heimischen Rechner. Gesendet wird entweder mit 56 (Modem) oder 64 kbit/s (ISDN), je nach Anbindung.

Neben der Flatrate für DSL via Satellit stehen auch zwei Zeittarife mit jeweils 30 und 90 Freistunden pro Monat zur Verfügung. Monatlich schlagen diese mit 29,96 Euro respektive 49,95 Euro zu Buche, jede weitere Onlineminute kostet fünf Cent. Auch hier sind die Rückkanalkosten inklusive. Ein Hinweis: Die Variante mit 90 Freistunden ist, warum auch immer, erst ab Mai buchbar. Bestellungen werden aber schon jetzt entgegen genommen.

Spezialsoftware benötigt

Für die Inbetriebnahme wird eine Satellitenanlage, ein Antennenkabel, ein Universal- oder ein Duo-LNB sowie eine DVB-S Karte (beziehungsweise eine entsprechende USB-Box) für den PC benötigt. Zudem muss sich der Kunde eine spezielle, nur auf Windows-PCs lauffähige Einwahlsoftware herunterladen, wodurch die Schmalband-Flat-Träume versierter Leser zerplatzen dürften.

Was die Deutsche Telekom zu einer so unerwarteten Neuausrichtung von T-DSL via Satellit bewegt, ist bisher unbekannt. Da der skyDSL-Patentinhaber Teles vor Kurzem erfolgreich gegen die Telekom und SES Astranet klagte, liegt der Verdacht nahe, dass die juristische Niederlage ein Umdenken erzwang.

(Michael Müller)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang